Deutscher Minister: Industrie nutzt Agrarsanktionen aus

1. November 2014, 11:34
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"Deutsche Unternehmen versuchen, Preise zulasten der Landwirte zu drücken"

Düsseldorf - Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die Nahrungsmittelindustrie beschuldigt, Russlands Agrarsanktionen für eigene Zwecke zu missbrauchen und Bauern unter Druck zu setzen. "Mit Sorge betrachte ich, dass einige Unternehmen versuchen, diese Lage auszunutzen und die Preise zulasten der Landwirte zu drücken", sagte Schmidt der "Wirtschaftswoche" laut Vorausmeldung vom Wochenende.

Dieses Verhalten sei "unsolidarisch" und habe in den vergangenen Monaten besonders die Milchpreise weiter gedrückt. Insgesamt bewertet Schmidt (CSU) die russischen Sanktionen dennoch eher als "Stichelei", da sie "weniger als ein Prozent unseres Absatzes" beträfen.

Als Reaktion auf die westlichen Sanktionen in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise hatte Russland Anfang August einen umfassenden Importstopp für Lebensmittel verhängt. Betroffen sind davon Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Japan. (APA, 01.11.2014)

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