Chinesische Mondsonde kehrt erfolgreich zurück zur Erde

1. November 2014, 09:33
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Probe für ehrgeizige Mission 2017, bei der Mondgestein zur Erde gebracht werden soll

Peking - China hat seine erste Raumfahrtmission zum Mond und wieder zurück nach offiziellen Angaben erfolgreich abgeschlossen. Eine unbemannte Sonde, die den Spitznamen "Xiaofei" trug, landete am Samstag gut eine Woche nach ihrem Start wieder in der Inneren Mongolei im Norden der Volksrepublik, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Raumfahrtkontrollzentrum in Peking berichtete.

Demnach konnten während der Mission "einige unglaubliche Aufnahmen" von der Erde und dem Mond gemacht werden. Vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre war die Sonde laut Xinhua mit einer Geschwindigkeit von 11,2 Kilometern pro Sekunde unterwegs. Sie war acht Tage zuvor mit dem erklärten Ziel ins All geschossen worden, den Mond zu umrunden und dabei Technik für eine spätere unbemannte Mondmission zu testen, bei der 2017 Bodenproben vom Erdtrabanten gesammelt werden sollen. Die Sonde entfernte sich bei ihrer Reise um die Rückseite des Mondes rund 413.000 Kilometer von der Erde.

Ehrgeiziges Weltraumprogramm

Peking verfolgt seit Jahren ein extrem ehrgeiziges Weltraumprogramm, wobei der offizielle Fokus bisher auf dem kommerziellen und wissenschaftlichen Nutzen liegt. Die Landung des Mondfahrzeugs "Jadekaninchen" war eine wichtige Etappe dieses Programms, das bis 2020 den Aufbau einer dauerhaften Weltraumstation vorsieht. Für Peking ist das vom Militär verantwortete Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und für die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland.

Das ehrgeizigste Vorhaben der chinesischen Raumfahrt ist die Entsendung eines Taikonauten, wie Astronauten in China genannt werden, zum Mond. Ein Zieldatum dafür gibt es noch nicht. (APA/red, derStandard.at, 01.11.2014)

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