Ried gegen Wolfsberg und den Trend

31. Oktober 2014, 15:50
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Innviertler wollen über die Kärntner den Weg aus dem Keller finden. WAC-Coach Kühbauer: "Wir sagen nicht, das wir überall Favorit sind"

Auf das Überraschungsteam der bisherigen Fußball-Bundesliga-Saison wartet am Samstag eine äußerst unangenehme Aufgabe. Der WAC steht in der Keine-Sorgen-Arena von Ried auf dem Prüfstand, kann dabei aber auf eine starke Bilanz auf fremdem Terrain bauen: In dieser Spielzeit brachten es die Kärntner auf fünf Siege in sechs Auswärtsspielen.

So erfolgreich trat bisher kein anderer Club außerhalb seiner Heimstätte auf. Trotz dieser beeindruckenden Statistik und der Tatsache, dass der Vorsprung der zweitplatzierten Wolfsberger auf den Vorletzten aus Ried schon 18 Punkte beträgt, plädierte WAC-Trainer Dietmar Kühbauer für eine realistische Sicht der Dinge.

Derselbe Anspruch

"Wir wollen immer punkten, aber wir sagen sicher nicht, dass wir aufgrund der Tabellensituation überall Favorit sind. Das wäre extrem überheblich", sagte der Burgenländer und betonte einmal mehr: "Unser Anspruch ist derselbe wie vor der Saison - wir haben noch nichts gewonnen."

Während Kühbauer mit einigen Personalsorgen zu kämpfen hat, können die Innviertler praktisch in Bestbesetzung antreten. "Die Rieder werden definitiv stärker sein als zuletzt, doch wir hätten sie auch mit mehr Verletzten sehr ernst genommen", sagte der 43-Jährige.

Die Oberösterreicher werden nicht mehr allzu lange im Tabellenkeller zu finden sein, prophezeite Kühbauer. "Sie werden sich über kurz oder lang nach oben orientieren", vermutete der WAC-Coach und verlangte von seiner Truppe volle Einsatzbereitschaft. "Wir müssen dagegenhalten, kompakt und organisiert sein."

Kein Zufall

Ried-Trainer Oliver Glasner zeigte großen Respekt vor den Wolfsbergern. "Dass sie so weit vorne sind, ist kein Zufall. Es ist eine in allen Teilen sehr robuste Mannschaft. Sie spielen schnell und gut - deshalb stehen sie auch verdient dort, wo sie jetzt stehen", meinte der Coach.

Weniger gut stehen im Moment die Rieder da, was auch an der tristen Heimbilanz liegt. Seit dem 3:1 am 19. Juli gegen Wiener Neustadt holten die Oberösterreicher in fünf Partien vor eigenem Publikum nur zwei Punkte. "Natürlich sind wir mit dem bisherigen Abschneiden bei den Heimspielen nicht zufrieden", gab Glasner zu.

Der frühere Profi übte sich dennoch in Zuversicht, obwohl seiner Mannschaft in den jüngsten zwölf Runden nur ein voller Erfolg gelang. "Auch der WAC ist zu schlagen, und genau das werden wir am Samstag probieren", versprach Glasner. (APA, 31.10.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SV Ried - WAC (Samstag, 18.30 Uhr, Ried, Keine-Sorgen-Arena, SR Lechner). Bisheriges Saisonergebnis: 1:4 (a). 2013/14: 1:0 (h), 1:1 (a), 1:3 (h), 2:0 (a)

Ried: Gebauer - Lainer, Janezcek, Pichler - Ziegl, Streker - Murg, Elsneg, Kragl - Walch, Thomalla

Ersatz: Höbarth - Trauner, Burghuber, Reifeltshammer, Fröschl, Perstaller, Vastic, Möschl

Es fehlen: Baumgartner, Kreuzer (beide verletzt)

WAC: Kofler - Standfest, Sollbauer, Rnic, Berger - M. Weber, Putsche - Kerhe, Silvio, Jacobo - Simon

Ersatz: Dobnik - Hüttenbrenner, Drescher, Schwendinger, Seebacher, Wernitznig

Es fehlen: Zulj (gesperrt), Palla, Trdina, Tschernegg, Seidl, Baldauf (alle verletzt)

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