Mein Abschied von der Elektromobilität – für den Moment

Userartikel31. Oktober 2014, 13:49
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Acht Wochen lang war Ulrike Buchta-Kausel für Greenlife Drive unterwegs. Dabei hat sie einiges gelernt

Es waren tolle acht Wochen mit dem Nissan Leaf und der Renault Zoe und eine neue Erfahrung, denn bisher habe ich Elektroautos immer nur bei kurzen Probefahrten als "Exoten" erlebt.

Die Theorie in der Praxis

Die Überraschung nach den acht Wochen ist, dass die Theorie von "80 Prozent aller Fahrten sind kürzer als 40 Kilometer und lassen sich problemlos elektrisch bewältigen" tatsächlich stimmt. Wir waren fast nur mehr elektrisch unterwegs und haben das Benzinauto in zwei Monaten nur für zwei "Fernreisen" - einmal nach Umbrien/Toskana (ca. 3.000 km) und einmal nach Salzburg (ca. 700 Kilometer hin und zurück) hervor geholt.

Alles andere - Tulln, Wien, Baden etc. - war problemlos mit Leaf und Zoe zu erreichen, ohne dass die Heimfahrt zur Zitterpartie wurde.

Die Erkenntnis

Was habe ich also "gelernt"?

  • Elektroautos sind angenehmer zu fahren, als die vergleichbaren Benziner
  • Zum Elektroauto gehört unbedingt ein Ladekabel für die normalen Haushaltssteckdosen. Im "Speckgürtel", wo ein Parkplatz mit Steckdose wohl Standard ist sowieso, aber auch in den Stadt, denn mit Millionen "Tankstellen" für den Notfall können Benzin, Diesel und Wasserstoffautos nicht mithalten.
  • Auch Elektroautos haben ihre mehr oder weniger liebenswerten Marotten - also können die Entwicklungsingenieure sich auch abseits der Reichweitendiskussion verwirklichen.
  • Das Killerargument "Reichweite" zieht nach acht Wochen Selbstversuch zumindest bei mir nicht mehr - 160 (oder 200 wie bei der Zoe) reichen für den Alltag (zumindest für meinen). Da wären 300 km oder 500 km zwar nett, aber keine große Verbesserung, für die ich deutlich mehr Geld auf den Tisch legen würde...

Apropos Geld: Einen kostspieligen Nachteil hatten die letzten acht Wochen natürlich: Wie sollen wir ab 1. November (die Zoe haben wir am 31. Oktober schweren Herzens retourniert) ohne Elektroauto leben? Ich "fürchte", wir werden in den nächsten Wochen die Klinken der Autosalons polieren, die Elektroautos im Programm haben.. (Ulrike Buchta-Kausel, derStandard.at, 31.10.2014)

Hinweis: Die Autos wurden von den jeweiligen Herstellern für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt, der Kooperationspartner Smatrics bietet den Strom für die Elektrofahrzeuge an. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Users wieder.

  • Nur zur Halloween angsteinflößend: Renault Zoe
    ulrike buchta-kausel

    Nur zur Halloween angsteinflößend: Renault Zoe

  • Ein typisches Bild, Laden am Parkplatz. Hier bei einer SMATRICS-Ladestation
    ulrike buchta-kausel

    Ein typisches Bild, Laden am Parkplatz. Hier bei einer SMATRICS-Ladestation

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