Promotion - entgeltliche Einschaltung

Überholte Rituale und innovative Marketinginstrumente

5. November 2014, 14:29

Das Handy spielt immer öfter eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle.

Für viele Geschäftsreisende gehört die aktuelle Tageszeitung im Flugzeug zum selbstverständlichen Ritual. Das könnte sich bald ändern. Denn zumindest eine große deutsche Fluglinie denkt schon darüber nach, die Printausgaben an Bord durch einen digitalen Kiosk zu ersetzen.

Der Fluggast erhält für die Dauer des Fluges eine Anzahl freier Downloads und liest die Zeitung dann auf seinem Tablet oder Smartphone. Das senkt einerseits die Reinigungskosten, andererseits kann die Airline den Passagieren eine wesentlich breitere Auswahl an Medienprodukten bieten.

Mobiler Kiosk

Das Konzept ist auch für Reiseveranstalter interessant, sie können nun ihren Kunden als besonderes Service die gewohnte Regionalzeitung auch noch am abgelegensten Strand tagesaktuell anbieten. Hat der Leser die Zahl der Freiexemplare überschritten, kann er weitere Zeitungen herunterladen – die er dann eben bezahlen muss.

Hier kommt der Telefoniedienstleister atms ins Spiel, denn abgerechnet wird via SMS und der Kunde zahlt die Zeitungen mit der nächsten Handyrechnung. "Das ist eine bewährte Bezahlmethode für kleinere Beträge, die auch international üblich ist", sagt Markus Buchner, Geschäftsführer der atms, "also besonders geeignet für einen internationalen Kundenkreis, wie es Fluggäste eben sind."

Schlüsselrolle

Das Handy spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle in der digitalen Welt. Denn die Handynummer ermöglicht die eindeutige Erkennung und leichte Adressierbarkeit des mobilen Menschen.

"Mit ihr haben Anbieter nicht nur eine Möglichkeit abzurechnen, sondern gleich mehrere direkte Kommunikationskanäle – Telefon, SMS und Datenverbindung," so Buchner weiter. Ob der Kunde diese Services auch nutzt, hängt also nur mehr davon ab, wie attraktiv sie sind.

Neues Marketinginstrument

Attraktiv sind etwa die neuen Sternnummern, hier erobert gerade eine neue Idee den österreichischen Markt. Heute kennen sie noch wenige, aber bald wird wohl die one smart star number, kurz Sternnummer, ganz selbstverständlich genutzt werden.

So hat sich die Unicredit bereits die Tastenkombination *2265 gesichert. Gibt man diese am Mobiltelefon ein, dann nicht die Zahlenfolge, sondern die leicht merkbare Kombination *Bank. Dabei muss ein Buchstabe nicht wie bei einer SMS mehrfach angetippt werden, das einmalige Wählen der 2 steht sowohl für das B wie das A.

"Es funktioniert also wie die aus US-amerikanischen Filmen bekannten Vanity-Nummern, wo man etwa mit der Kombination 1-800-Mercedes seinen lokalen Autohändler erreicht", erklärt atms-Experte Buchner. Und wie eine 0800-Nummer sind auch die neuen Sternnummern für den Anrufer kostenfrei.

Alle Kommunikationskanäle

Die Nummern müssen mit einem Konzept bei der Regulierungsbehörde RTR beantragt werden, Interessenten können dabei die Beratung von atms in Anspruch nehmen. "Der Antrag wird normalerweise in einer Woche bearbeitet. Die Behörde will vor allem verhindern, dass sich Glücksritter interessante Kombinationen sichern und sie dann später teuer weiterverkaufen. Das ist ja aus dem Internet – als Domaingrabbing – sattsam bekannt."

Neben der Unicredit haben schon andere Unternehmen zugeschlagen, unter anderem wurden bereits *Uniqa, *Post und *oe3 vergeben. "Das Konzept der Sternnummern ist umfassender als das der 0800", sagt Buchner, "es erfasst alle denkbaren Kommunikationskanäle. In Zukunft wird man auch auf einen Brief statt einer Adresse *Uniqa schreiben können." (ecaustria)

  • Artikelbild
    foto: business economy
Share if you care.