USA fassen einen der meistgesuchten Verbrecher

31. Oktober 2014, 13:47
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31-jähriger mutmaßlicher Mörder war unter den Top Ten der FBI-Fahndungsliste

Washington - Nach wochenlanger Verfolgungsjagd hat die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania den mutmaßlichen Mörder eines Polizisten gefasst. Eric F. sei seit Donnerstag in Haft, teilte die Bundespolizei FBI mit. Ein Sprecher der Polizei von Pennsylvania kündigte die Bekanntgabe weiterer Informationen zu dem Fall zu einem späteren Zeitpunkt an.

F. wird vorgeworfen, am 12. September aus einem Hinterhalt einen Polizisten erschossen und einen weiteren verletzt zu haben. Der 31-Jährige lieferte sich seitdem in den Pocono-Bergen eine Verfolgungsjagd mit hunderten Fahndern der örtlichen Polizei und der Bundespolizei. Seit dem Mord stand er auf der FBI-Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher in den USA, eine Belohnung von 100.000 Dollar war auf seine Ergreifung ausgesetzt. Der Verdächtige soll gedroht haben, weitere Polizisten zu töten, und einen "Massenmord" angekündigt haben. Nun ging er den Fahndern in einem Flugzeughangar ins Netz. Die Staatsanwaltschaft will die Todesstrafe beantragen.

Trotz Spuren immer einen Schritt voraus

US-Medien schildern F. als einen Einzelgänger, der von tiefem Hass auf Ordnungshüter beseelt war. Er war demnach von der Militärgeschichte besessen und fasziniert von der serbischen Armee und paramilitärischen Gruppen. Unter anderem soll er an nachgestellten Schlachten zwischen Serben und Kroaten während des Balkankrieges in den 1990er-Jahren teilgenommen haben. Er soll sich selbst als Heckenschütze ausgebildet und das Überleben in der Wildnis trainiert haben.

Das Opfer wurde in der Nähe einer Kaserne an der Grenze zwischen Pennsylvania, New Jersey und New York erschossen. Obwohl der mutmaßliche Täter anschließend auf seiner knapp siebenwöchigen Flucht zahlreiche Spuren hinterließ, schien er den Fahndern stets einen Schritt voraus.

Einmal entdeckten sie nach eigenen Angaben in einem verlassenen Lagerplatz ein Schreiben, in dem F. seinen Angriff beschreibt: "Gegen 23.00 Uhr bot sich mir eine Gelegenheit und ich nutzte sie", heißt es demnach in der Notiz. "Er stürzte, ich war überrascht wie schnell das ging. Ich schoss erneut auf Kopf und Genick. Danach rührte er sich nicht mehr und war ruhig." Als ein zweiter Polizist den Toten entdeckte, habe er auch auf diesen geschossen. Offenbar hielt er beide für tot.

Polizisten in Pennsylvania waren schon mehrfach davon ausgegangen, den mutmaßlichen Täter gefasst zu haben. Es handelte sich bisher aber stets um einen Unschuldigen, der ihm stark ähnlich sah. (APA/red, derStandard.at, 31.10.2014)

  • Der Gesuchte bei seiner Festnahme.
    foto: ap photo/david kidwell

    Der Gesuchte bei seiner Festnahme.

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