Austin und das Amen im Gebet

30. Oktober 2014, 17:10
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GP der USA verspricht zehnten Mercedes-Doppelsieg

Austin/Texas/Wien - Dass sich die Formel 1 auf dem US-Markt schwertut, beweist auch das Rennen in Austin am Sonntag. Der 5,516 Kilometer lange Circuit of the Americas unweit der texanischen Metropole ist schließlich schon der siebente Schauplatz eines Grand Prix der USA. 1959 stieg dessen Debüt in Sebring (Florida). Es folgten Riverside (Kalifornien), Watkins Glen (New York), Dallas (Texas), Detroit (Michigan), Phoenix (Arizona) und Indianapolis (Indiana). Weitere Formel-1-Rennen, die allerdings nicht unter Grand Prix der USA firmierten, gab es in Long Beach (Kalifornien) und Las Vegas (Nevada).

So sicher wie das Amen im Gebet ist, dass auch in diesem Jahr kein Einheimischer den Grand Prix der USA gewinnt. In der Formel 1 gibt es gegenwärtig keinen Piloten aus den Vereinigten Staaten. Frühestens 2016, wenn das Team Haas in den Zirkus einsteigt, könnte es eine Premiere geben, für die selbst der größte US-Star in der Formel-1-Geschichte nicht sorgen konnte. 1977 war Mario Andretti in Watkins Glen als Zweiter hinter dem Briten James Hunt knapp dran gewesen.

Lewis Hamilton, der 2012 die Premiere in Austin gewann, ist der Favorit für Sonntag. Die Wetten, dass der WM-Führende und sein Verfolger Nico Rosberg den zehnten Mercedes-Doppelsieg der Saison landen, also den Rekord von McLaren aus 1988 einstellen, stehen gut. Schlecht stehen die Wetten für Vorjahressieger Sebastian Vettel, der vor seinem drittletzten Rennen für Red Bull das Qualifying auslassen will. Der Deutsche braucht den sechsten Motor dieser Saison, verliert also in der Startaufstellung automatisch zehn Plätze. Da kann er gleich aus der Box starten. (sid, red, DER STANDARD, 31.10.2014)

  • Die Promotionfahrt auf der Congress Avenue vor dem Capitol in Austin ging Sebastian Vettel noch leicht von der Hand. Der Grand Prix der USA am Sonntag wird für den Vorjahressieger aber keine Spazierfahrt.
    foto: ap

    Die Promotionfahrt auf der Congress Avenue vor dem Capitol in Austin ging Sebastian Vettel noch leicht von der Hand. Der Grand Prix der USA am Sonntag wird für den Vorjahressieger aber keine Spazierfahrt.

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