Erste Pension mit 118 Jahren

30. Oktober 2014, 14:03
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Peru bewilligt Pensionszahlung nach zwei gescheiterten Anträgen

Lima - Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt wohl insbesondere für Andrea Gutierrez Cahuana. Die mit 118 Jahren mutmaßlich älteste Frau der Welt erhält nun doch endlich eine Pension vom peruanischen Staat. Die Höhe ist mit umgerechnet 33 Euro pro Monat allerdings relativ bescheiden. Nach zwei gescheiterten Anträgen sei die Pensionszahlung an Andrea Gutierrez Cahuana bewilligt worden, teilte das Ministerium für Entwicklung und Soziale Inklusion am Mittwoch in Lima mit.

Die älteste Frau Perus, deren Lebensdauer weltweit ihresgleichen suchen dürfte, steht demnach an erster Stelle einer Liste mit 425 bezugsberechtigten Landesbewohnern über einhundert Jahren, die in extremer Armut leben.

Zwölf Kinder

Gutierrez wurde laut ihren Ausweispapieren am 25. Mai 1896 in der südöstlichen Andenregion Ayacucho geboren und lebt heute nahe der Stadt Arequipa. Sie kommuniziert ausschließlich in der Eingeborenen-Sprache Quechua und hat zwölf Kinder zur Welt gebracht, von denen acht inzwischen tot sind.

Seit dem vergangenen Jahr beantragte Gutierrez zwei Mal vergeblich eine Pensionszahlung aus dem Sondertopf für Arme, die das Alter von einhundert Jahren überschritten haben. Doch erst jetzt änderten die Behörden ihre Meinung: "Wir haben ihre Lage neu geprüft und hoffen, sie ab Dezember in das Programm aufnehmen zu können", erklärte der für die Pensionszahlungen zuständige Chefaufseher Jose Villalobos. (APA/red, derStandard.at, 30.10.2014)

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