USA: Schwere Strafen für Drohnenflug nahe Sportevents

30. Oktober 2014, 13:26
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Flugaufsicht schickt Warnung aus – Luftraum über Veranstaltungsort temporär militärisch klassifiziert

Drohnenbesitzer in den USA müssen Vorsicht walten lassen, wenn in ihrer Nähe ein größeres Sportereignis stattfindet. Eine entsprechende Warnung hat nun die Flugaufsichtsbehörde FAA lanciert.

Wer sein unbemanntes Fluggerät zu nahe oder gar über der jeweiligen Austragungsstätte verkehren lässt, riskiert nämlich schwere Strafen. Je nach Verstoß riskiert der Besitzer bzw. Pilot der Drohne heftige Geldstrafen oder gar Inhaftierung, berichtet Ars Technica.

Flugverbotszone von drei Meilen

Die Flugverbotszone ist dabei recht großzügig gefasst. Sie erstreckt sich drei Meilen (ca. 4,83 Kilometer) rund um den Veranstaltungsort und gilt für eine Flughöhe von bis zu 3.000 Fuß (etwa 915 Meter). Gültig ist sie etwa für Spiele der obersten Football- und Baseball-Ligen (NFL, MLB) oder auch großen Rennveranstaltungen wie etwa der NASCAR-Serie. Generell gilt sie bei Sportveranstaltungen in Stadien mit 30.000 oder mehr Sitzplätzen.

Eine Stunde vor bis eine Stunde nach dem Event gilt der Luftraum als militärisch klassifiziert (National Defense Airspace). Ausnahmen gelten freilich für die Rechteinhaber an den Veranstaltungen, sofern die entsprechenden Genehmigungen vorliegen.

EM-Qualifikation: Spielabbruch nach Drohneneinsatz

In Europa hatte der Einsatz einer Drohne während des Fußball-EM-Qualifikationsspieles zwischen Serbien und Albanien am 14. Oktober unschöne Folgen. Ein Unbekannter ließ einen mit einer großalbanischen Flagge dekorierten Quadcopter über das Feld schweben, was in weiterer Folge zu heftigen Auseinandersetzungen unter Fans und Spielern führte und auch in einen temporären Platzsturm mündete.

Der britische Schiedsrichter Martin Atkinson brach die Partie schließlich ab. Mittlerweile hat der europäische Fußballverband UEFA reagiert. Das Match wurde zugunsten Serbiens mit 3:0 strafverifiziert, gleichzeitig wurden dem Team allerdings auch drei Punkte abgezogen. Dazu muss Serbien seine nächsten beiden Qualifikationsspiele ohne Publikum austragen. Beide Verbände wurden zudem mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro belegt und gingen in Berufung. (gpi, derStandard.at, 30.10.2014)

  • Mit dem privaten Quadcopter einen Aufnahmeflug über das nächste Super Bowl-Finale zu machen, wäre eine eher schlechte Idee.
    foto: ap

    Mit dem privaten Quadcopter einen Aufnahmeflug über das nächste Super Bowl-Finale zu machen, wäre eine eher schlechte Idee.

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