Gemeinnützige Stiftungen schließen Bund

30. Oktober 2014, 08:14
1 Posting

"Stiftungsatlas Österreich" bei Auftaktveranstaltung vorgestellt

Wien - Die Gemeinnützigen Stiftungen in Österreich haben sich zu einem Bund zusammengeschlossen. Ziel dieser Interessensvertretung ist es, die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu verbessern. Der Bund präsentierte sich am Mittwochabend bei einer Auftaktveranstaltung mit Vertretern aus Kultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik. Vorgestellt wurde dabei auch ein "Stiftungsatlas Österreich".

Bessere Rahmenbedingungen

Die Interessensvertretung wünscht sich vor allem bessere rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen. Einerseits soll die Gründung gemeinnütziger Stiftungen erleichtert werden, andererseits soll die bei einer gemeinnützigen Ausschüttung fällige Kapitalertragssteuer von derzeit 25 Prozent jedenfalls reduziert, wenn nicht ganz gestrichen werden, fordert der Bund.

Derzeit gibt es in Österreich 2.609 Eigennützige Stiftungen und 701 Gemeinnützige. Letztere müssen zwar - wie der Name schon sagt - ihre Gewinne gemeinnützigen Zwecken widmen und dürfen nichts an Eigentümer oder Mitglieder ausschütten. Das bedeutet aber nicht, dass nur soziale oder karitative Projekte unterstützt werden können. Das Geld kann etwa auch für religiöse oder kulturelle Zwecke verwendet werden, für Forschung und Bildung, für Sport etc.

Atlas präsentiert

Mit dem Atlas will der Bund die Gemeinnützigen Stiftungen präsentieren und auch deren Zahl im Vergleich zu anderen Ländern darstellen. Außerdem will der Atlas darüber aufklären, was die Gemeinnützigen Stiftungen leisten, welches Potenzial sie für die Gesellschaft haben und wie viel sie auch im Vergleich zu Stiftungen in anderen Länder ausschütten. (APA, 30.10.2014)

Share if you care.