Konica Minolta steigt bei Salzburger IT-Start-up Wikitude ein

30. Oktober 2014, 07:15
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Strategische Partnerschaft mit Investment in Millionenhöhe

Der japanische Technikkonzern Konica Minolta steigt beim Salzburger IT-Start-up Wikitude ein. Damit haben die Salzburger eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. "Wir haben letzte Woche die Verträge für ein siebenstelliges Investment unterschrieben", sagte Geschäftsführer Martin Herdina am Mittwoch.

Pioneers Festival

Die Japaner haben die strategische Partnerschaft mit Wikitude am Dienstagabend beim derzeit in der Wiener Hofburg stattfindenden Pioneers Festival bekannt gegeben. In den nächsten zwei bis drei Jahren will Konica Minolta in Europa insgesamt 10 Mio. Euro in Start-ups stecken. Bei Wikitude handelt es sich um eine Investition von mehr als einer Million Euro, die Details der Transaktion sollen aber erst nach dem finalen Abschluss des Deals verlautbart werden, so Herdina. Das Closing wird in den nächsten beiden Wochen erwartet.

"Augmented Reality"

Wikitude ist für seine mittlerweile mehr als 26 Millionen Mal heruntergeladene App bekannt. Das Start-up setzt auf "Augmented Reality" (AR), also auf Technik, die die reale Umgebung mit digitalen Zusatzinfos erweitert - etwa dass das Smartphone anzeigt, wie der Berg heißt, auf den man gerade mit der Handykamera zeigt. Nicht erst seit Google an seiner Datenbrille "Glass" bastelt, gilt AR in der IT-Branche als Zukunftstrend.

Umsatz von Wikitude bei 380.000 Euro

2013 lag der Umsatz von Wikitude bei 380.000 Euro. Für 2014 peilte Herdina Anfang des Jahres einen Umsatz von 1 Mio. Euro an. Der erste Gewinn wird 2015 erwartet und soll reinvestiert werden. Die Umsatzprognose lautet für 2015 auf 2,2 Mio. Euro und für 2016 auf 4,5 Mio. Euro. Zuletzt hatte Wikitude 14 Mitarbeiter, davon 11 Techniker. Beteiligt sind laut "FirmenCompass" mehrere Risikokapitalgeber sowie private Investoren. Die in der Wiener Start-up-Szene umtriebige Cielo Privatstiftung hält aktuell 4,04 Prozent. Dem Wikitude-Gründer Philipp Schneeweis-Breuss gehören 19,7 Prozent. (APA, 30.10. 2014)

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