"Zwei Tage, eine Nacht": Von den Mühen der Solidarität

29. Oktober 2014, 17:54
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Der Film erzählt von einer Arbeiterin, die alles daran setzt, ihre Entlassung zu verhindern

Mit ihrem jüngsten Film wenden sich die belgischen Regie-Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne der unteren Mittelklasse zu – und mit Marion Cotillard haben sie auch erstmals einen Star mit dabei: "Zwei Tage, eine Nacht" erzählt davon, wie die Arbeiterin Sandra alles daran setzt, ihre Entlassung zu verhindern, indem sie ihre Kollegen zu überreden versucht, auf einen Bonus zu verzichten. Ein akutes Thema, aus dem die Dardennes ein vertraut engmaschiges, fast krimitaugliches Szenario schnüren. Einzig in der Auswahl von Sandras Mitarbeitern erscheint die Fabel eine Spur zu gleichmäßig austariert.

Ansonsten ist die Kinowoche komödienorientiert: In "Pride" geht es um den Bergarbeiterstreik von 1984 in Großbritannien, bei dem sich auch homosexuelle Aktivisten anschlossen. "5 Zimmer Küche Sarg" handelt von sympathischen Vampiren in einer WG, "Sex on the Beach 2" von partywütigem Jungvolk. Christian Ditter legt eine picksüße Verfilmung des Bestsellers "Love, Rosie" vor. Anita Natmeßnig begleitet in ihrem Nachfolgefilm von "Zeit zu gehen", "Ein Augenblick Leben", die letzten Wochen eines Todkranken. (kam, DER STANDARD, 30.10.2014)

  • Wirbt um Unterstützer: Marion Cotillard mit Timur Magomedgadzhiev in "Zwei Tage, eine Nacht".
    foto: apa/epa/cannes film festival

    Wirbt um Unterstützer: Marion Cotillard mit Timur Magomedgadzhiev in "Zwei Tage, eine Nacht".

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