Houthi-Rebellen weiteten Herrschaftsgebiet im Süden des Jemen aus 

29. Oktober 2014, 16:38
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Stammeskämpfer: Stadt in der Provinz Ibb eingenommen

Sanaa - Nur einen Tag nach dem versprochenen Abzug schiitischer Houthi-Rebellen aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben ihre Anhänger im Süden neue Eroberungen gemacht. Die Houthis hätten die seit Tagen umkämpfte Stadt Radma in der Provinz Ibb eingenommen, sagte ein lokaler Stammeskämpfer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

"Wir haben unser Land bis zur letzten Kugel verteidigt", sagte Khalid al-Daam vom regional einflussreichen Al-Daam-Stamm, doch die Houthis seien überlegen gewesen. Der Stamm hatte eine Widerstandsgruppe gegen die Houthis gegründet. Erst am Dienstag war Stammesführer Nabil al-Daam bei einem Anschlag ums Leben gekommen.

Die schiitischen Houthis kämpfen für mehr Einfluss im sunnitisch dominierten Jemen. Seit Mitte September kontrollieren sie die Hauptstadt Sanaa, vor zwei Wochen haben sie einen Vormarsch auf den Süden des Landes begonnen. Al-Kaida-Terroristen und sunnitische Stammeskämpfer stellen sich den Houthis entgegen. Am Dienstag hatte ein Houthi-Sprecher den Abzug der Rebellen aus Sanaa angekündigt. (APA, 29.10.2014)

  • Houthi-Rebellen in Sanaa.
    foto: apa/epa/arhab

    Houthi-Rebellen in Sanaa.

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