Nestlé schickt Pepper statt Menschen in Verkauf

29. Oktober 2014, 14:49
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Der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé will in Japan 1.000 Roboter als Verkäufer seiner Kaffeemaschinen einsetzen

Moderne Roboter können viel und ihr Einsatzgebiet wird immer größer. Landwirtschaft, industrielle Hilfsdienstleistungen, Fußballspielen, kassieren, Autowaschen. Die Liste lässt sich fortführen. Japan ist einer der Pioniere, die Roboter auch in der Pflege und Betreuung von Menschen eingesetzt hat.

Vermutlich deswegen startet der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé ebendort mit einer neuen Idee: Das Unternehmen will 1.000 Roboter als Verkäufer seiner Kaffeemaschinen einsetzen. "Das ist das erste Mal, dass so viele Roboter in Geschäften genutzt werden", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Roboter "Pepper" wurden von der französischen Firma Aldebaran mit deren japanischem Mutterhaus, dem Telekommunikationsunternehmen SoftBank, entwickelt.

Interaktiv kommunizieren

Die "Pepper" sollen ab Dezember in großen Supermärkten und anderen Geschäften in Japan zum Einsatz kommen, in denen die Kaffeemaschinen mit den Nestlé-Kapseln verkauft werden. Die kleinen Roboter auf Rollen können Erläuterungen zu den verschiedenen Produkten geben und sollen interaktiv mit den Kunden kommunizieren können. Außerdem sollen mehrere der Roboter sich untereinander austauschen und so das übertragen können, was sie im Kundengespräch gelernt haben.

Einige "Pepper" sind in Geschäften von SoftBank in Tokio bereits im Einsatz. Die Gruppe des Milliardärs Masayoshi Son, die die Roboter in höchsten Tönen lobt, will sie ab Februar einem breiten Publikum verkaufen. (APA/red, derStandard.at, 29.10.2014)

  • Und so freundlich sehen die Pepper aus.
    foto: reuters/shino

    Und so freundlich sehen die Pepper aus.

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