Voest: 140 Millionen für Edelstahlwerk in China

29. Oktober 2014, 09:21
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Kooperation mit chinesischem Gießereiunternehmen Kocel Machinery

Wien/Linz - Der börsennotierte oberösterreichische Stahlkonzern Voestalpine baut gemeinsam mit der chinesischen Kocel Machinery ein neues Edelstahlwerk in China und investiert dabei in den nächsten Jahren 140 Millionen Euro, teilte die Voest am Mittwoch mit. Der Baubeginn für das Werk, mit dem 400 Arbeitsplätze entstehen, sei für 2015 geplant, die Fertigstellung für 2017.

Die Special Steel Division, der Edelstahlbereich des Konzerns, habe am Vortag eine entsprechende Absichtserklärung mit dem chinesischen Gießereiunternehmen Kocel Machinery Co., LTD unterzeichnet. Der Voestalpine-Konzern erweitere seine Edelstahlpräsenz in China und ziele mit der 140 Millionen Euro schweren Investition in Yinchuan (Provinz Ningxia) auf den chinesischen Premiummarkt ab. Das neue chinesische Werk werde künftig bei vollständiger Auslastung jährlich zwischen 50.000 und 70.000 Tonnen hochqualitative Edelstahlprodukten erzeugen.

Ziel: Umsatzverdreifachung

Die Voestalpine will ihren Umsatz in Asien von rund 750 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/14 bis Ende 2020 auf jährlich rund zwei Milliarden Euro in etwa verdreifachen. Das geplante Investitionsvolumen in der Region beträgt zwischen 400 und 500 Millionen Euro. Hauptkundenbereiche sind Mobilität (Bahninfrastruktur/Weichentechnologie, Automobilkomponenten) und Energie (Turbinen, Kraftwerkskomponenten).

In China hat der Konzern 22 Standorte und Gesellschaften mit knapp 2.200 Mitarbeitern. Von 2013 bis 2020 sollen rund 15 neue Werke in der Volksrepublik entstehen.

Die Investition sei "ein weiterer wichtiger Schritt zur Erfüllung unserer Internationalisierungsstrategie. Gerade im Edelstahl-Premiumsegment können wir mit unserem Know-how neue Maßstäbe in China setzen und unsere weltweite Führungsposition im Bereich hochlegierter Werkzeugstähle weiter ausbauen", sagte Franz Rotter, Vorstandsmitglied der Voestalpine AG und Chef der Special Steel Division. (APA, 29.10.2014)

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