OMV-Chefablöse bringt Strafanzeige

28. Oktober 2014, 19:57
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Für die Betriebsratchefs von ÖBB und Asfinag ging es bei der vorzeitigen Ablöse nicht mit rechten Dingen zu

Wien - Roman Hebenstreit und Roman Grünerbl, haben bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) im Zusammenhang mit der vorzeitigen Ablöse von OMV-Chef Gerhard Roiss eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue eingebracht.

Entweder sei die Wiederbestellung von Roiss im Jahr 2013 oder die nunmehr erfolgte vorzeitige Abberufung aus "offensichtlich unsachlichen Motiven" erfolgt, heißt es in der der APA vorliegenden Strafanzeige, die gegen Unbekannt gerichtet ist. Die nur ein Jahr nach der Verlängerung erfolgte Abberufung von Roiss werfe die Frage der Grundlagen beider Entscheidungen auf.

Da die Beschlüsse in Zahlungen - kolportiert werden bis zu zehn Mio. Euro - an die abberufenen Mitglieder des OMV-Vorstandes resultieren werden, die bei sorgfältiger Beschlussfassung im Jahr 2013 vermieden worden wären, sei der OMV dadurch ein Schaden entstanden. Die Aktionäre, vor allem die ÖIAG, stünden jedenfalls in der Pflicht, den Ersatz des allenfalls entstehenden Schadens zu fordern.

Der Grund für den vorzeitigen Abgang des OMV-Chefs wird offiziell darin gesehen, dass aufgrund der Persönlichkeit des OMV-Chefs Roiss und der daraus gegebenen Führungsschwäche sein weiterer Verbleib an der Spitze des Konzerns nicht mehr tolerierbar sei, wird erläutert. Tatsächlich seien diese Umstände aber schon seit Jahren bekannt und waren es erst recht bei Vertragsverlängerung vor einem Jahr.

Deshalb hätten die Verantwortlichen für die Weiterbestellung wissen müssen, dass aufgrund der ihnen bekannten Führungsprobleme des OMV-Chefs mit einer vorzeitigen Vertragsauflösung zu rechnen sein würde, allenfalls haben sie dies und den daraus dem Steuerzahler erwachsenden Schaden billigend in Kauf genommen, heißt es. (APA, 28.10.2014)

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