Superstar LeBron James beginnt zweite Cleveland-Ära

28. Oktober 2014, 16:15
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"Rückkehr des Königs" lässt Ohio jubeln - Meister San Antonio erneut heißer Titelkandidat - Neustart bei Lakers

New York - Mit drei Partien startet die nordamerikanische Basketball-Liga NBA am Dienstag in ihre 69. Saison. Die steht ganz im Zeichen der Rückkehr von LeBron James zu seiner alten Liebe, den Cleveland Cavaliers, bei denen er seine Karriere im Jahr 2003 begonnen hat. Topfavorit ist der aktuelle Meister San Antonio.

Trotz der negativen Stimmung nach dem Rassismusskandal finalisierte der seit Februar 2014 amtierende Commissioner Adam Silver einen neuen TV-Vertrag über neun Jahre, der ab 2016 24 Milliarden Dollar einbringen wird. "Die Liga befindet sich in einem großartigen Zustand", erklärte der Jurist.

Volkszorn

Sportlich wird heuer einmal mehr Basketball-Megastar James im Mittelpunkt stehen, der nach vier Jahren in Florida wieder in seinen Heimatstaat Ohio zurückkehrte. Im Juli 2010 hatte er die Cavaliers in Richtung Miami Heat verlassen, weil er unbedingt seine erste Meisterschaft bejubeln wollte. Damals stiegen die Fans auf die Barrikaden, verbrannten öffentlich James-Trikots und jagten das einstige Liebkind als Verräter aus der Stadt.

Als der Ausnahmekönner, inzwischen mit zwei Titeln im Gepäck, in diesem Sommer seine Rückkehr öffentlich machte, war der Zorn aber längst verraucht und wich nachhaltiger Euphorie. Als Persönlichkeit und Spieler gereift, soll "King James", der rund 60 Kilometer südlich von Cleveland aufgewachsen ist, die Cavs erstmals auf den NBA-Thron führen. "Meine Beziehung zum Nordosten Ohios ist größer als die zum Basketball. Vor vier Jahren war mir das noch nicht klar, aber jetzt weiß ich's", sagte der 29-Jährige.

Titelkandidaten

Mit Kevin Love, zuvor bei den Minnesota Timberwolves glücklos, hat James einen potenten Mitstreiter. Nach dem ersten Jahr ganz oben zu stehen, wird dennoch schwierig. Die heißesten Titelkandidaten kommen aus der Western Conference: Der amtierende Champion San Antonio startet wie jedes Jahr als Mitfavorit, auch wenn die Topstars Tim Duncan (38 Jahre) und Manu Ginobili (37) schon in die Jahre gekommen sind. Die Clippers möchten wieder alleine durch sportliche Leistungen auf sich aufmerksam machen.

Auch Oklahoma City Thunder zählt zu den Anwärtern, wenngleich man in den ersten Wochen ohne Kevin Durant auskommen muss. Der Liga-Topscorer, der in der vergangenen Saison erstmals auch zum MVP gewählt wurde, brach sich in der Vorbereitung den Mittelfußknochen.

Umbau in Los Angeles

Noch schlimmer erwischte es aber Steve Nash. Der 40-jährige Lakers-Guard wird nach einer weiteren Rückenverletzung die gesamte Spielzeit verpassen, was den längst fälligen Umbau in Los Angeles weiter beschleunigen könnte. Beim 16-fachen Meister wurde nach der zweitschlechtesten Saison der Geschichte mit Byron Scott bereits ein neuer Coach verpflichtet und der Kader radikal umgekrempelt. So wechselte Power Forward Paul Gasol zu den Chicago Bulls, die jetzt als Topfavorit auf den Ost-Titel gelten - zumal mit Derrick Rose der wichtigste Mann nach fast zweieinhalb Jahren Verletzungspause wieder fit ist.

Die weiteren Herausforderer in der Eastern Conference sind die üblichen Verdächtigen. Vor allem die Indiana Pacers, die schon 2013/14 knapp am Finaleinzug scheiterten, schielen nach dem großen Wurf. Die Miami Heat, die in den vergangenen vier Jahren viermal im Endspiel standen, bemühen sich mit einem neuen Triumvirat - bestehend aus Dwyane Wade, Chris Bosh und Luol Deng - an die LeBron-Ära anzuschließen. Gespannt sein darf man wieder einmal auf die New York Knicks, bei denen Ex-Bulls- und Lakers-Meistermacher Phil Jackson als Präsident das Sagen hat. (APA, 28.10.2014)

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NBA

  • LeBron James kehrt zu seiner alten Liebe zurück.
    foto: ap/ mark duncan

    LeBron James kehrt zu seiner alten Liebe zurück.

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