Sturm will die Revanche gegen Rapid

28. Oktober 2014, 19:40
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Nach Heim-1:3 in Liga am Samstag - Wiener haben gegen Grazer im Cup noch nie verloren - Grazer distanzierten sich zu Schweinekopf-Vorfall

Wien - Gleiche Paarung, neuer Schauplatz, anderer Bewerb - nach dem Ligatreffen von Sturm und Rapid am vergangenen Samstag in Graz (1:3) kommt es heute im Achtelfinale des ÖFB-Samsung-Cups zur Revanche im Happel-Stadion. Die ist auch insofern brisant, als es in der UPC-Arena unschöne Szenen gegeben hatte. Die ehemaligen Sturm-Spieler Robert Beric und Florian Kainz waren von einem Teil des Grazer Anhanges wüst beschimpft worden. Auf einem Kainz-Trikot, das später auf der Tribüne verbrannt wurde, war ein Schweinekopf drapiert worden. Wie der an den Sicherheitskontrollen vorbeigeschmuggelt werden konnte, ist unklar.

Beric handelte sich wegen provokanter Gesten nach seinem Treffer zum 2:0 eine Gelbe Karte ein, die sich später wegen einer weiteren Gelben nach einem Foul zu Rot summieren sollte. Der Slowene darf heute aber dennoch wieder stürmen, da automatische Sperren nach Ampelkarten nur für den jeweiligen Bewerb gelten. Die Vereine waren vor dem Cupspiel, für das im Vorfeld 7000 Karten verkauft wurden, um Deeskalation bemüht.

Rapid hat gegen Sturm in bisher vier Cupduellen noch nie verloren, den 14. und bisher letzten einschlägigen Titel aber vor bald 20 Jahren gewonnen. In dieser Saison ist Titel Nummer 15 das höchste noch realistische Ziel. Steffen Hofmann und Christopher Dibon, der in Graz sein erstes Tor für Rapid erzielt hatte, sind angeschlagen. "Wir wollen unbedingt weiterkommen", sagte Trainer Zoran Barisic. Kollege Franco Foda kann in seinem 300. Pflichtspiel mit Sturm wieder den gesperrt gewesenen Torjäger Marco Djuricin einsetzen. Dafür droht Anel Hadzic verletzt auszufallen. (APA, red, DER STANDARD, 28.10.2014)

  • Robert Beric (links) darf sich wieder mit Michael Madl messen. Seine Sperre nach der Gelb-Roten vom Samstag gilt nur für die Meisterschaft.
    foto: apa

    Robert Beric (links) darf sich wieder mit Michael Madl messen. Seine Sperre nach der Gelb-Roten vom Samstag gilt nur für die Meisterschaft.

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