Warum die Reiseroute geändert werden musste

Blog29. Oktober 2014, 09:53
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Familie Derfler sieht sich mit einigen Hindernissen konfrontiert. Am Ende wird die Reise anders fortgesetzt als geplant

Eine Woche mussten wir darauf warten, dass das iranische Konsulat seine Pforten wieder öffnet. Eine Woche, in der wir auch unsere weitere Reise planen konnten. Nur durch einen Zufall erfuhren wir, dass es zu Schwierigkeiten mit der Einreise unserer Hunde in den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen könnte.

Das offizielle Prozedere besagt, dass man diverse Impfungen nachweisen muss, außerdem auch ein Gesundheitszertifikat und eine Einreisegenehmigung des Ministeriums für Umwelt und Wasser. Erschwerend kommt noch dazu, dass es für die Emirate eine Blacklist für diverse "gefährliche" Hunderassen gibt. Eine Einreise würde somit unmöglich.

foto: katharina derfler

Die Wege des Zolls sind unergründlich

Natürlich wird selten so heiß gegessen wie gekocht. Wahrscheinlich würde es so ablaufen wie an jeder Grenze. Der Zöllner entdeckt die Hunde und hat zuerst einmal Angst. Nach ein paar Tricks holt er seine Kollegen, damit sie dieses Spektakel auch sehen können, dann geht es ohne weitere Zollkontrolle in das nächste Land.

Aber was, wenn nicht? Was, wenn wir umdrehen müssen und mit einem fast abgelaufenen Iran-Visum (sollte der Zöllner überhaupt so gnädig sein und uns wieder einstempeln) quer durch das Land fahren, um im Dezember über die Pässe der Osttürkei nach Hause zu gelangen? Andernfalls würden wir im Transitbereich festsitzen. Außerdem ist unser Fahrzeug nicht für Schnee und Temperaturen weit unter null Grad ausgelegt.

Neue Wege, neues Glück

Deshalb haben wir nun zwei Möglichkeiten: Entweder wir verschiffen unseren Bus - er heißt übrigens Gustav - von der Türkei nach Indien, oder wir müssen ohne VW-Bus und Hunde, als Backpacker, weiterreisen.

Die Entscheidung hängt von den Angeboten der Speditionen ab. Für die Heimreise aus Indien haben wir bereits ein gutes bekommen und auch schon einen guten Agenten in Mumbai für den Zoll. Wir werden sehen, was noch kommt. Als Nächstes führt uns die Reise jedenfalls nach Georgien, und wird sind alle froh, dass es nach zehn Tagen Stagnation endlich wieder weitergeht! (Katharina Derfler, derStandard.at, 29.10.2014)

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