Deutsche Filmförderung: Haneke und Waltz unterzeichnen Protestbrief 

28. Oktober 2014, 13:39
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Prominente Filmkünstler warnen Kanzlerin Merkel vor Kürzung der Filmförderfonds-Gelder

Berlin/Wien - In einem Brief an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben mehr als 60 Filmkünstler den Erhalt des Filmförderfonds verlangt. Das Programm habe Deutschland zu einem "handwerklich, technologisch und künstlerisch geachteten Player auf der Karte des Weltkinos" gemacht, heißt es in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören etwa Michael Haneke, Caroline Link, Christoph Waltz und Iris Berben.

Über den Förderfonds wird bei den anstehenden Haushaltsberatungen für 2015 entschieden. Statt der bisher 60 Millionen Euro im Jahr war in der mittelfristigen Finanzplanung nur noch die Hälfte vorgesehen. Auf Drängen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sind im Etatentwurf jetzt jedoch immerhin 50 Millionen Euro eingestellt.

"Spürbar negative Auswirkungen"

Schon eine geringfügige Absenkung des Fördervolumens hätte "spürbar negative Auswirkungen" auf Produktionsumsatz, Beschäftigung und Steuereinnahmen, heißt es in dem Schreiben, das auch an das Kabinett und die Abgeordneten des Bundestages adressiert ist.

Für die Umsetzung der Initiative hat die von Iris Berben geleitete Deutsche Filmakademie die Verantwortung übernommen. Weitere Unterstützer sind etwa die Regisseure Doris Dörrie, Tom Tykwer, Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Roland Emmerich, Wolfgang Petersen und Matthias Schweighöfer. Auch Schauspielgrößen wie Senta Berger, Nina Hoss, Martina Gedeck, Til Schweiger und Bruno Ganz haben sich angeschlossen. (APA, 28.10.2014)

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