Viennale-Blog: Auf den Sonntag folgt die Erkenntnis

Blog28. Oktober 2014, 16:34
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Pulp, Pink Pants und Florian Habicht: Viennale-Tag vier im Schnelldurchlauf

Ja, ein Festival ist auch Zeitmanagement. Mit der Viennale in vollem Gange, überschlagen sich Vorstellungen mit reizvollen Begleitveranstaltungen, und wo zunehmend Entscheidungen getroffen werden müssen, bleibt ein innerlicher Wettlauf gegen die Zeit nicht aus. Infolgedessen ist es zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mehr zu hinterfragen, die morgige Filmvorführung um 6:30 Uhr wirklich wahrzunehmen.

A Film About Life, Death & Supermarkets

Im Gedanken noch bei den nachwirkenden Filmen des Vortages, startete für uns der gestrige Tag 4 mit Florian Habichts charmanter Musikdokumentation "Pulp - A Film About Life, Death & Supermarkets". Schon vor Betreten des Metro-Kinosaals machte sich eine entspannte Anglophonie-Atmosphäre bemerkbar. Als dann noch verkündet wurde, das Pulp-Gitarrist Mark Webber und Florian Habicht anwesend seien, verspürte man eine durch die Sitzreihen des Saales fortschreitende "Wie leiwand"-Empfindung. Habicht, der als junger Filmemacher eine Exklusivdokumentation über den damals in Neuseeland sesshaften Friedensreich Hundertwasser ablehnte, versorgte uns abschließend noch mit folgender Erkenntnis:

Pink-Pants-Theorie

Die Bewahrung eines offenen und direkten Zugangs zu potenziellen Dialogpartnern ist Habicht spürbar wichtig. Er schilderte, wie es ihm gelang, mittels einer auffallenden Garderobe zahlreiche New Yorker auf der Straße erfolgreich in ein Gespräch zu verwickeln. Als zwischenmenschlicher Ice-Breaker diente dabei seine pinke Hose. Mir gefiel der Ansatz, jedoch gab der neuseeländische Filmemacher sogleich zu, dass der in New York etablierte Dresscode in Sheffield Gegenteiliges bewirkte. (Claudia Göstel, derStandard.at, 28.10.2014)

Zur Person

Claudia Göstel ist Project Manager bei einer Wiener Werbeagentur. Sie liebt es, von sich in der dritten Person zu schreiben. Im Zuge der Viennale 2014 freut sie sich besonders auf "Leviafan" und "Pasolini".

  • Mark Webber und  Florian Habicht.
    foto: claudia göstel

    Mark Webber und Florian Habicht.

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