Berliner Finanzämter kehren zu Microsoft Office zurück

28. Oktober 2014, 10:00
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Ausflug zu OpenOffice wird wieder beendet - Man wolle "heutigen Ansprüchen an IT" gerecht werden

Während in München noch über die Zukunft von Linux in der Stadtverwaltung diskutiert wird, verabschiedet man sich in Berlin schon vom eigenen Ausflug in freie Softwaregefilde. Die Finanzämter der deutschen Hauptstadt kehren vollständig zu Microsoft Office zurück, dies berichtet heise.

Zeitplan

Bis Mitte 2015 sollen sämtliche der 6.000 Arbeitsplätze, die bislang unter OpenOffice liefen auf die Microsoft-Lösung umgestellt werden. Man wolle damit den "heutigen Ansprüchen an IT vollumfänglich entsprechen", heißt es als Begründung. Vor allem solle damit der Dateiaustausch mit anderen Berliner Behörden sowie den restlichen Bundesländern vereinfacht werden, die zu weiten Teilen auf MS Office setzen.

Verhandlungssache

Wortkarg gibt man sich zur Frage, welche Kosten jetzt durch die Rückkehr - und die damit einhergehenden Lizenzzahlungen - entstehen werden. Die Vertragsverhandlungen seien derzeit noch nicht abgeschlossen, heißt es.

Hintergrund

Im Gegensatz zu anderen Projekten mit freier Software in der öffentlichen Verwaltung stand hinter dem Berliner Unterfangen nie eine zentrale IT-Strategie. Ein ursprünglich getroffener Beschluss zu einem vollständigen Umstieg der Berliner Verwaltung auf Linux wurde 2008 abgeschwächt und optional gemacht. (red, derStandard.at, 28.10.2014)

  • In Berlin folgt die Rückkehr in der Arme von Microsoft.

    In Berlin folgt die Rückkehr in der Arme von Microsoft.

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