Welche Unis die meisten Milliardäre hervorbringen

27. Oktober 2014, 19:06
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Die Wahl der richtigen Universität hilft beim Reichwerden: Pennsylvania, Harvard und Yale sind die Kaderschmieden der Superreichen

Wien - Rezepte zum Reichwerden gibt es viele. Eines davon ist offenbar die Wahl der richtigen Universität. Glaubt man einer aktuellen Erhebung von Wealth-X, sollten sich Milliardäre in spe am besten in die USA aufmachen und in die Obhut der Kaderschmieden von Pennsylvania, Harvard oder Yale begeben. Auf das Konto des Trios geht international der größte Anteil an superreichen Absolventen.

Angeführt von der Penn brachten die drei Universitäten bisher in Summe 67 Milliardäre hervor, erhob Wealth-X, eine Agentur mit Sitz in Singapur, die sich auf Informationen über Menschen mit einem Vermögen von mehr als 30 Millionen Dollar spezialisiert hat. Unbeantwortet bleibt freilich, wie viele dieser Uniabgänger sich ihre Milliarden selbst erarbeitet haben, bzw. schon vor der Ausbildung finanziell bestens gepolstert waren.

Kampf um Studienplatz

Nichtgraduierte berappen dort für Studienplatz und Jahr in der Regel gut 50.000 Euro aufwärts. Es sei denn, sie entstammen einkommensschwächeren Familien und schaffen die Aufnahme über Stipendien. Die Penn nimmt jährlich nur rund zwölf Prozent der Bewerber auf. Harvard ist für noch härtere Zulassungskriterien bekannt - dafür bezahlten 2013 fast 80 Prozent der Studenten nur einen Teil der Kosten bzw. gar nichts, lässt die Universität über sich wissen.

Wealth-X macht 16 der 20 häufigsten Brutstätten für Milliardäre in den USA aus. Außerhalb der Staaten schafften es lediglich Indiens University of Mumbai, die London School of Economics and Political Science, die Lomonsov Moscow State University und - auf dem letzten Platz - die ETH Zürich in das Ranking. Deutsche Hochschule ist keine darunter.

Geschäfte statt Vorlesungen

Wobei die Agentur die Bedeutung der Eliteunis für den privaten Vermögensgedeih relativiert. So hätten es 35 Prozent der weltweit 2325 Milliardäre nicht bis zu einem Abschluss durchgedrückt.

Prominente vorzeitige Harvard-Abgänger sind Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg. Wie die beiden ließen viele andere die Unilehre zugunsten eigener Geschäfte nach einiger Zeit sausen.

Investor Warren Buffett, hinter Bill Gates zweitreichster Amerikaner, machte seinen Wirtschaftsabschluss an der Columbia in New York. Immobilien-Magnat Donald Trump ist Penn-Absolvent.

Unter jenen Milliardären, die es zu einem Abschluss brachten, graduierten 42 Prozent mit einem Bachelor. Rund ein Viertel schaffte das Master's Degree und ein Fünftel den MBA. Den Doktorgrad erlangten lediglich elf Prozent. (vk, DER STANDARD, 28.10.2014)

  • Knockin' on Heaven's Door: Wer bei der richtigen Alma Mater unterschlüpft ist zumindest in finanzieller Hinsicht schon weit gekommen.
    foto: ap/amendola

    Knockin' on Heaven's Door: Wer bei der richtigen Alma Mater unterschlüpft ist zumindest in finanzieller Hinsicht schon weit gekommen.

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