Steuersünder: Zyperns Ex-Notenbankchef in Haft

27. Oktober 2014, 16:42
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Der frühere Chef der zypriotischen Zentralbank Christodoulos Christodoulou wurden wegen Steuerhinterziehung zu fünf Monaten verurteilt

Nikosia - Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Soviel sollte auch einem Ex-Zentralbankchef bekannt sein. Christodoulos Christodoulou schien dieses Wissen eher nicht allzusehr am Magen zu liegen. Zumindest in früheren Zeiten. Denn am Montag ist der frühere Chef der zypriotischen Zentralbank wegen Steuerhinterziehung zu fünf Monaten Haft verurteilt worden.

Unmittelbar nach dem Richterspruch in Nikosia wurde Christodoulou ins Gefängnis gebracht. Der 75-Jährige hatte sich schuldig bekannt, Einnahmen in Höhe von einer Million Euro nicht angegeben zu haben. Das Geld stammte von einem Unternehmen in Griechenland. Christodoulou hatte die Summe im Jahr 2007 nach Zypern transferiert, kurz nach dem Ende seiner Zeit an der Spitze der Zentralbank.

Nachgezahlt

Das Geld landete bei einer Beratungsfirma, die Christodoulou gemeinsam mit seiner Tochter führte. Nach Beginn der Ermittlungen korrigierte Christodoulou seine Steuererklärung und zahlte die fälligen Abgaben nach. Die Beratungsfirma wurde vom Gericht mit einer Geldstrafe von 13.500 Euro belegt. Die Strafe für Christodoulou selbst solle auch eine abschreckende Wirkung haben, erklärte das Gericht. Es solle klar gemacht werden, dass niemand über dem Gesetz stehe.

Christodoulou hat eine lange Beamtenkarriere hinter sich. 1994 bis 1999 war er Zyperns Finanzminister, danach Innenminister. 2002 wurde er Zentralbankpräsident. (APA/red, derStandard.at, 27.10.2014)

  • Solch lauschige Anblicke werden dem ehemaligen Zentralbankchef in den nächsten Monaten nicht vergönnt sein.
    foto: epa/christodoulou

    Solch lauschige Anblicke werden dem ehemaligen Zentralbankchef in den nächsten Monaten nicht vergönnt sein.

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