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Die besten Würstel gibt’s am Würstelstand, das ist einfach so!

29. Oktober 2014, 17:05

Der Würstelstandler vom Julius-Tandler-Platz, Erich Schönleitner, über Geheimnisse seiner Würstelzubereitung, Stammkunden und Käsekrainer to-go.

Der Wiener Würstelstand lebt von seinem Standort, den Mitarbeitern, der Stimmung, den Stammkunden und natürlich von den Produkten. Was essen denn die Leute am liebsten bei Ihnen?

Erich Schönleitner: Auf jeden Fall Käsekrainer, aber dicht gefolgt von Burenwurst und Bratwurst. Ich beziehe alle Wurstwaren ausschließlich vom Radatz, weil das eine konstant gute Ware ist. Darauf kann ich mich verlassen. Schwankende Qualität fällt den Kunden sofort auf. Die kennen den Geschmack und kommen auch deswegen her.

Wie wurden Sie Würstelstandler?

Bereits mit 15 Jahren bin ich als Verkäufer hinter der Wursttheke gestanden und habe schon mit Lebensmitteln zu tun gehabt. Mit ein bisschen Glück bekam ich die Genehmigung für den Stand hier am Julius-Tandler Platz im 9. Bezirk in Wien. Nun stehe ich bereits seit 22 Jahren selber drin. Ich bin auch immer selber hier, einerseits ist es für die Beziehung zu den Stammkunden wichtig, andererseits arbeitet man immer anders, wenn´s um das eigene Geld geht.

Haben Sie viele Stammkunden?

Vom Sehen kenne ich nach 22 Jahren fast jeden, der hier vorbeigeht. Wirkliche Stammkunden sind aber nur ein kleiner Kern, diese kommen meist täglich oder jeden zweiten Tag. Von diesen Stammkunden kenne ich oft die ganze Lebensgeschichte.

Was sind die größten Sorgen der Leute zur Zeit?

Wie immer, das Geld! Man ist wie ein Therapeut hier am Stand, ich kann mir viel anhören. Zu einem habe ich mal gesagt: "Wenn ich mit dir jetzt telefonieren tät, tät ich auflegen." Aber das war eine Ausnahme. Ich bin sonst immer freundlich zu den Kunden.

Hat sich der Geschmack der Kunden im Laufe der Jahre geändert?

Nein, eigentlich nicht. Die Leute haben früher schon sehr gerne Käsekrainer gegessen und essen sie heute noch genauso gern. Die Zubereitung braucht sicher eine Stunde. Die Wurst entwickelt sich und das braucht einfach seine Zeit.

Haben Sie eine besondere Zubereitungsweise?

Ja, bei der Burenwurst zum Beispiel gebe ich ins Wasser Pfefferoni und einen Schuss vom Pfefferoni-Essigwasser. Das verleiht der Wurst das gewisse Etwas und es verhindert auch, dass das Wasser dem Würstel den Geschmack entzieht. Manche geben auch ein Salz rein. Das macht jeder Würstelstandler nach eigener Überzeugung.

Wissen Sie, welche Wurst schon lange im Wasser zieht?

Natürlich, ich kenne hier jede einzelne Wurst im Topf. Nach so vielen Jahren weiß man das ganz genau. Die Farbe und die Konsistenz verändern sich, je nachdem wie lange die Wurst schon zieht.

Gibt es bei Ihnen besondere Spezialitäten?

Was nicht mehr so viele Würstlstandeln verkaufen, ist zum Beispiel die gekochte Meterburenwurst, die macht nur noch der Radatz. Da kann sich der Kunde aussuchen, wie viel er haben mag, abgerechnet wird nach Gewicht. Die Leute sagen natürlich immer "a Haße" dazu, mit an "Bugl", das ist eigentlich eine Burenwurst mit einem Brotscherz.

Was ist bei Kindern beliebt?

Eindeutig die Frankfurter und der Frankfurter-Hotdog. Mit den Kindern habe ich aber immer einen Spaß. Da kommen 9-jährige Buben aus der Schule rüber, die lasse ich dann immer selber zusammenrechnen, wieviel es ausmacht.

Essen Sie selber noch Wurst?

Ja freilich! Wenn man das halbe Leben von der Wurst begleitet wird, dann isst man auch Wurst! Ich ess am liebsten eine normale Debreziner.

Wie gefallen Ihnen die Stanitzeln, die "Käsekrainer-to-go"?

Das finde ich eine gute Idee, vor allem wenn man kein Brot dazu möchte. Ansonsten ist der Hotdog eine sehr praktische to-go-Variante, da braucht man überhaupt nur eine Hand.

Haben Sie einen Würsteltipp für zuhause?

Die besten Würstel gibt’s am Würstelstand, das ist einfach so. Würstel, außer Frankfurter, dauern immer eine Stunde, und am besten im Sudwasser. Diese Zeit nimmt sich zuhause aber keiner. Außerdem kommt die Atmosphäre eines Würstelstandes ja auch dazu.

Wird es auch in 20 Jahren noch Würstelstände geben?

Ja, davon bin ich fest überzeugt.



Würstelstand "Netzroller"
Erich Schönleitner
Julius-Tandler-Platz, 1090 Wien
Mo - Fr, 10.00 – 22.00 Uhr

www.radatz.com
www.facebook.com/RadatzWien
http://vimeo.com/radatz

  • Erich Schönleitner bewirtet seine Kunden seit 22 Jahren persönlich am Würstelstand, "das ist wichtig für die Kunden", ist er überzeugt.
    radatz

    Erich Schönleitner bewirtet seine Kunden seit 22 Jahren persönlich am Würstelstand, "das ist wichtig für die Kunden", ist er überzeugt.

  • Der Name "Netzroller" für den Würstelstand stammt von den legendären Punkten, für die Schönleitner beim Tennisspiel bekannt ist.
    radatz

    Der Name "Netzroller" für den Würstelstand stammt von den legendären Punkten, für die Schönleitner beim Tennisspiel bekannt ist.

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