ÖH will "Couleur"-Tragen an Uni Wien verbieten

27. Oktober 2014, 15:02
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Wöchentliches Zusammentreffen "Burschibummel" soll untersagt werden

Wien - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Uni Wien will ein Verbot des Tragens von "Couleur" auf dem Gelände und bei Veranstaltungen der Universität erreichen. Ein entsprechender Beschluss wurde am Freitag bei der Sitzung der Uni-Vertretung gefasst. Außerdem soll der "Burschibummel", das wöchentliche Zusammentreffen von Burschenschaftern an der beziehungsweise vor der Uni, untersagt werden.

Verbindungen

Außerdem verlangen die Studentenvertreter, dass die Uni "öffentlich wirksam ein klares Statement gegen rechtsextremes und deutschnationales Gedankengut, den wöchentlichen 'Burschibummel' sowie den Akademikerball" abgibt. "Couleurs" werden die Zeichen der farbentragenden bzw. farbenführenden Studentenverbindungen genannt - vor allem die Mütze und das um die Brust getragene Band in den jeweiligen Verbindungsfarben. Neben Burschenschaftern tragen auch katholische Verbindungen Farbe.

Rektorat im Ausland

Aus der Uni-Leitung, an die sich der Beschluss der ÖH richtet, wollte man auf APA-Anfrage vorerst keine Stellungnahme abgeben. Das Rektorat sei bei einer Tagung im Ausland.

Kritik an dem Beschluss kommt vom Österreichischen Cartellverband (ÖCV). Der Beschluss ziele zwar primär auf die Burschenschafter ab - gleichzeitig werde aber bewusst in Kauf genommen, dass katholische Verbindungen ebenso getroffen werden. Damit würde "entscheidend in die persönlichen Rechte vieler Studenten eingegriffen", hieß es in einer Aussendung. (APA, 27.10.2014)

  • Geht es nach der ÖH, sollen solche Bilder an der Uni Wien künftig der Vergangenheit angehören.
    foto: helmut fohringer

    Geht es nach der ÖH, sollen solche Bilder an der Uni Wien künftig der Vergangenheit angehören.

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