Steirischer SPÖ-Klubchef Kröpfl zieht sich aus Politik zurück 

26. Oktober 2014, 13:56
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Geordnete Übergabe knapp ein Jahr vor der Landtagswahl

Graz - Der steirische SPÖ-Landtagsklubobmann Walter Kröpfl zieht sich knapp ein Jahr vor der steirischen Landtagswahl aus seinen politischen Funktionen zurück. Es handle sich um einen geordneten Übergang, sagte Kröpfl am Sonntag und bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung". Dass er sich aus diversen parteilichen und anderen Funktionen zurückzieht, war schon länger bekannt.

Die Angelegenheit sei mit Parteichef und Landeshauptmann Franz Voves akkordiert, sagte Kröpfl. Die letzte Landtagssitzung am 25. November werde er noch als Klubchef absolvieren. Sein Nachfolger werde wahrscheinlich einer seiner bisherigen Stellvertreter und Finanzsprecher Hannes Schwarz. "Ich habe ihn einige Zeit lang beobachtet und deshalb vorgeschlagen", so Kröpfl, der davon ausgeht, dass Schwarz der einzige Kandidat bei der Anstimmung im Klub und im Parteivorstand ist.

Koller übernimmt Mandat

Kröpfls Mandat werde der Sobother Bürgermeister Hubert Koller übernehmen. Die Regelung der Bezirkschefnachfolge habe sich durch die Zusammenlegung zu Regionalvorständen - in diesem Fall Leibnitz-Deutschlandsberg - erledigt. Hier übernahm der Leibnitzer Abgeordnete Beppo Muchitsch.

"Reformpartnerschaft" als schönste Zeit

Der frühere Hauptschullehrer ist seit 1995 Abgeordneter und seit 2004 Klubchef, in letzterer Periode lagen große Veränderungen: Aus der erbitterten Feindschaft der im Proporz aneinandergeketteten SPÖ und ÖVP wurden nach der verlustreichen Landtagswahl 2010 die sogenannte Reformpartnerschaft. Mit seinem damaligen ÖVP-Klubchef-Gegner Christopher Drexler - nun Gesundheitslandesrat - brachte Kröpfl die großen Projekte der "Reformpartner" wie Verwaltungsreform, Budget, Gemeindefusionen über die Bühne. Von der Öffentlichkeit beinahe unbemerkt, gewann Kröpfl auch den Kampf gegen eine Krebserkrankung. Die Zeit der "Reformpartnerschaft" bezeichnete Kröpfl als schönste seines politischen Wirkens: "Wir konnten gestalten und verändern. Ich glaube, die Menschen werden das auch honorieren." (APA, 26.10.2014)

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