US-Arzneimittelbehörde gab zwei neue Ebola-Tests frei 

26. Oktober 2014, 09:23
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FED erteilte Noterlaubnis - Schnellere Diagnose möglich - Bereits über 10.000 Fälle weltweit

Freetown/Conakry/Monrovia - Im Kampf gegen Ebola hat die US-Arzneimittelbehörde FDA zwei neue Tests freigegeben. Es sei wichtig, dass das Virus möglichst schnell diagnostiziert werden könnte, teilte die Behörde am Samstag mit. Die FDA wolle deshalb die Verfügbarkeit von Tests erhöhen und habe die Noterlaubnis erteilt.

Die beiden Tests von BioFire könnten Ebola innerhalb von einer Stunde in Blut- oder Urinproben feststellen, erläuterte die Firma, eine in Salt Lake City ansässige Tochter des französischen Diagnosespezialisten BioMerieux.

Schnellere Diagnose von Ebola möglich

Derzeit dauere es 24 bis 48 Stunden bis Ergebnisse vorlägen. Zudem könnte das Verfahren in allen Krankenhäusern mit Laborausrüstung von BioFire angewandt werden und die Proben müssten nicht mehr in spezialisierte Labore geschickt werden. Das treffe auf mehr als 300 Kliniken in den USA zu. Darunter sei auch das Bellevue Krankenhaus, in dem der New Yorker Arzt Craig Spencer behandelt wird.

UN-Botschafterin reist nach Westafrika

Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power reist am Sonntag in das Ebola-Gebiet in Westafrika, um für mehr Unterstützung im Kampf gegen die Seuche zu werben. Sie wolle sich ein Bild vor Ort machen und die Erkenntnisse dazu nutzen, andere Länder aufzufordern, mehr zu tun, sagte Power am Samstag vor ihrem Abflug. Power wird zunächst in Guinea erwartet.

Anschließend will sie auch Liberia und Sierra Leone sowie der Zentrale der UN-Mission für einen Notfall-Einsatz gegen Ebola (Unmeer) in Ghana einen Besuch abstatten. "Der Vorteil von Kenntnissen aus erster Hand überwiegt das nahezu gegen Null tendierende Risiko, in diese Länder zu reisen, vorausgesetzt ich halte mich an die richtigen Vorsichtsmaßnahmen", sagte Power.

10.000 Betroffene

Noch gibt es keinen wirksamen Impfstoff und kein Heilmittel gegen Ebola, es stehen lediglich experimentelle Wirkstoffe zur Verfügung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Zahl der Ansteckungen auf über 10.000 gestiegen. 4.922 Menschen sind an der Krankheit gestorben. (APA/Reuters, 26.10.2014)

  • Ärzte trainieren für die Behandlung von Ebola-Patienten.
    foto: ap/gay

    Ärzte trainieren für die Behandlung von Ebola-Patienten.

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