SpaceX-Raumkapsel "Dragon" im Pazifik gelandet

26. Oktober 2014, 13:00
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Unbemannte Kapsel ist nach knapp einem Monat im All mit Laborergebnissen an Bord wieder auf die Erde zurückgekehrt

Washington - Der private Raumfrachter "Dragon" ist nach seinem mehrwöchigen Besuch bei der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Er landete am Samstag um 21.40 Uhr MESZ etwa 480 Kilometer westlich der mexikanischen Halbinsel Baja California im Pazifik, wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte. Von dort soll "Dragon" in einen Hafen bei Los Angeles gebracht werden.

"Dragon" hatte am 23. September an die ISS angedockt, um die sechsköpfige Besatzung, unter ihnen der deutsche Astronaut Alexander Gerst, mit mehr als 2200 Kilogramm Lebensmitteln und Ausrüstungsgegenständen zu versorgen. Auch 20 lebende Labormäuse wurden für Untersuchungen zur Schwerelosigkeit ins All gebracht. Auf dem Rückweg transportierte die Raumkapsel nun etwa 1700 Kilogramm Fracht. Unter anderem bringt "Dragon" die Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen auf der ISS zur Erde.

Versorgungsflüge

Die vergleichsweise kleine Firma SpaceX führt im Auftrag der NASA seit dem Jahr 2012 Versorgungsflüge zur ISS aus. Die US-Raumfahrtbehörde stellte ihr eigenes Shuttle-Programm im Sommer 2011 nach drei Jahrzehnten vor allem aus Kostengründen ein, will aber wieder einsteigen - nicht zuletzt auch, um die derzeitige Abhängigkeit von Russland in der bemannten Raumfahrt zu beenden.

Bereits am 2. November soll die nächste Versorgungskapsel die ISS erreichen. Der unbemannte Raumtransporter "Cygnus" des US-Unternehmens Orbital Sciences startet am Montag mit 2,2 Tonnen Material an Bord ins All. Für Mittwoch ist außerdem die Ankunft eines neuen russischen "Progress"-Raumfrachters geplant, der einen baugleichen Transporter ersetzen soll, der am Montag seinen Rückflug zur Erde antreten soll.

Am 9. November beenden dann drei Raumfahrer nach 165 Tagen ihre Mission auf der ISS. Ihre Nachfolger, ein russischer Kosmonaut und zwei US-Astronauten, sollen zwei Wochen später auf der Raumstation eintreffen. (APA, 26.10.2014)

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