Air Alps soll wieder abheben

24. Oktober 2014, 16:00
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Muttergesellschaft Welcome Air veräußert Mehrheitsanteil an "MDA Mitteldeutsche Aviation GmbH"

Innsbruck - Die Österreichisch-Südtiroler Regionalfluglinie Air Alps mit Sitz in Innsbruck wird doch nicht liquidiert. Schon im November 2012 ist der Flugverkehr zwischen Bozen und Rom eingestellt worden. Auch die Suche nach einem finanzkräftigen Partner ist in der Folge nicht gelungen.

Nun gibt es eine Wende: Die Liquidation des Unternehmens wurde aufgehoben, sagte der mit der Liquidation beauftragte Innsbrucker Anwalt Günther Gast der Austria Presseagentur. Er bestätigte damit einen Bericht des Branchenportals "Austrian Aviation Net".

"Die Generalversammlung hat am Dienstag die Fortsetzung der Gesellschaft beschlossen", erklärte Gast. Die Muttergesellschaft Welcome Air habe den 76-prozentigen Mehrheitsanteil an die "MDA Mitteldeutsche Aviation GmbH" veräußert. Der ostdeutsche Rechtsanwalt Norbert Dotterweich wolle das "Unternehmen wiederbeleben", frisches Kapital einbringen und den Flugbetrieb wieder aufnehmen, meinte der Anwalt. Details zu einer möglichen Wiederaufnahme des Flugbetriebes kenne er allerdings nicht. Weder Dotterweich noch die Welcome Air-Geschäftsführung waren am Freitag für die APA erreichbar. (APA/red, derStandard.at, 24.10.2014)

Air Alps ist 1998 als KLM Alps gegründet worden und arbeitete bis 2001 mit der niederländischen KLM zusammen. 2001 wurde aus dem Unternehmen Air Alps, 86 Prozent übernahmen Südtiroler Investoren, den Rest das Land Tirol und die Provinz Bozen. 2008 übernahm die BZS Holding 81 Prozent am Unternehmen, Bozen und Südtirol hielten 19 Prozent. Erst 2010 stieg die Welcome Air mit 76 Prozent ein. Die BZS Holding sank auf 16 Prozent Beteiligung, die Provinzen Südtirol und Bozen auf sechs Prozent, zwei Prozent halten inzwischen diverse andere Investoren.

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