Asamer will neu durchstarten

24. Oktober 2014, 13:42
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Unternehmen will sich auf das Kerngeschäft Kies, Stein, Beton und Zement konzentrieren

Ohlsdorf - Die nach der Pleite des Familienunternehmens in Ohlsdorf gegründete Asamer Baustoffe AG will laut Wirtschaftsblatt neu durchstarten: "Es geht um den Ausbau der Stärken", wird CEO Klaus Födinger in der Freitag-Ausgabe zitiert. Man konzentriere sich auf das Kerngeschäft Kies, Stein, Beton und Zement. In Bosnien, dem "Flagship im Portfolio", investiert das Unternehmen 10 Mio. Euro.

In Lukavac bei Tuzla betreibt Asamer seit mehreren Jahren das nach eigenen Angaben marktführende bosnische Zementwerk. Die Oberösterreicher vertiefen nun die vorhandene Produktion und steigen in den Betonmarkt ein. 10 Mio. Euro werden dafür aktuell und in den kommenden fünf Jahren aufgewendet. Im Land stehen "viele Großprojekte" an, so Födinger mit Verweis auf die Nord-Süd-Autobahnverbindung und Investitionen in Kraftwerke.

Infrastrukturprojekte in der Schweiz

Auf große Infrastrukturprojekte setzt der CEO auch in der Slowakei, dem zweiten Land im Asamer-Portfolio. Dort betreibt das Unternehmen ebenfalls ein Zementwerk, im Joint Venture mit der Strabag. Es versorgt hauptsächlich den slowakischen Markt, aber auch Österreich, das dritte Land im Portfolio. Der Umbau des Unternehmens ist laut Firmenchef abgeschlossen, er rechnet für 2015 mit einem etwas geringeren Umsatz: 160 bis 165 Mio. Euro nach 170 Mio. Euro im heurigen Jahr. Die Gruppe beschäftigt 850 Mitarbeiter.

Der Konzern hatte vor seinem Umbau in seinen besten Zeiten rund 5.300 Mitarbeitern an mehr als 140 Standorten und setzte pro Jahr 452 Mio. Euro um. Dann kamen gleichzeitig ein Einbruch des Ostgeschäftes und der Stillstand von drei Zementwerken in Libyen wegen der dortigen bewaffneten Auseinandersetzungen. Seit dem vergangenen Jahr wurde ein Plan zur Rettung des Unternehmens mit Refinanzierung und Restrukturierung - Beschränkung auf die Kernbereiche - verfolgt. (APA/red, derStandard.at, 24.10.2014)

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