A1 hat rund 300.000 Mobilfunkkunden verloren

27. Oktober 2014, 09:57
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Unternehmen schätzt den Start neuer virtueller Mobilfunker als Risiko ein

Die Tarif- und Gebührenerhöhungen der letzten Monate haben dem Mobilfunker A1 eine beachtliche Kundenabwanderung beschert. Zwischen 30. September 2013 und 30. September 2014 hat das Unternehmen fast 300.000 Mobilfunkkunden verloren. Dies geht aus den vergangene Woche veröffentlichten Geschäftszahlen der A1-Mutter Telekom Austria hervor. Demnach ist die Anzahl der Kunden von 5.739.400 auf 5.447.900 gesunken. Ein Minus von 5,1 Prozent. Nach WebStandard-Informationen ist ein guter Teil zu "3" gewechselt.

Neue Mobilfunker als "Risiko" für A1

A1 rechnet auch weiterhin mit harten Zeiten. So wird der Start neuer virtueller Mobilfunker in Österreich "als Risiko" eingestuft. So wird der Lebensmittelhändler Hofer Anfang 2015 sein Debüt als Mobilfunker geben. Bisher verkaufte der Diskonter Produkte der A1-Billigschiene Yesss! – allerdings wurde diese Partnerschaft von Hofer bereits im Dezember 2013 aufgekündigt. Hofer wird für sein Angebot das Telekommunikationsnetz von T-Mobile nutzen. Unterstützt wird die Handelskette dabei vom ehemaligen Telering- und Orange-Chef Michael Krammer.

500.000 Kunden um 339,5 Millionen Euro erworben

Die Telekom Austria hatte Yesss! erst Anfang 2013 um 339,5 Millionen Euro erworben. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatte yesss! rund 500.000 Kunden, die zum weitaus größten Teil über das heute mehr als 400 Standorte umfassende Filialnetz von Hofer akquiriert worden waren. 2012 hatte die mittlerweile in der Telekom aufgegangene yesss!-Betreibergesellschaft aus einem Umsatz von 51,3 Millionen Euro ein Ergebnis von 3,47 Millionen Euro erwirtschaftet.

Weitere Anbieter

Neben Hofer will der Telekom- und TV-Anbieter UPC und das Wiener Technologieunternehmen Mass Response als Mobilfunker an den Start gehen. (sum, 27.10. 2014)

  • Kunden zeigen A1 die kalte Schulter, seit das Unternehmen kräftig an der Preisschraube dreht. So müssen Kunden bei Vertragsverlängerungen eine Gebühr zahlen oder Tarife wurden um bis zu 70 Prozent verteuert.
    foto: apa

    Kunden zeigen A1 die kalte Schulter, seit das Unternehmen kräftig an der Preisschraube dreht. So müssen Kunden bei Vertragsverlängerungen eine Gebühr zahlen oder Tarife wurden um bis zu 70 Prozent verteuert.

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