Heftige Sonneneruptionen der letzten Tage stören Kommunikationssignale

23. Oktober 2014, 15:18
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Funktionsstörungen können noch bis Freitag anhalten

Graz/Ossiach - Die Nasa hat in den vergangenen Tagen drei starke Sonneneruptionen gemessen. Auch Forscher der Uni Graz haben am Mittwochnachmittag einen der stärksten Strahlungsausbrüche der Sonne der vergangenen zehn Jahre registriert. Die Folge waren Störungen von GPS- und Kommunikationssignalen, die noch bis Freitag anhalten können. , die sich auch in Funkstörungen bemerkbar machten. Astrid Veronig, Leiterin der Uni-Außenstelle auf der Kärntner Kanzelhöhe, rechnet bis Freitag und voraussichtlich auch in der kommenden Woche mit weiteren Störungen des Erdmagnetfelds.

Energetische Eruptionen auf der Sonne können Störungen im Erdmagnetfeld hervorrufen, die technische Systeme im Weltraum und der Erde beeinträchtigen, erklärt Astrid Veronig vom Observatorium Kanzelhöhe der Universität Graz. Sowohl koronale Massenauswürfe als auch Strahlungs- und Teilchenausbrüche beziehen ihre Energie aus dem starken Magnetfeld in Sonnenflecken. "Die aktuelle erdgerichtete Fleckengruppe im Süden der Sonnenscheibe ist so groß, dass man diese sogar ohne Fernrohr sehen kann. Sie hat einen Durchmesser von 125.000 Kilometer", so Veronig.

Das auf 1.500 Meter Seehöhe gelegene Observatorium - eine Außenstelle des Institutes für Astronomie der Universität Graz - nimmt jede Regung der Sonne genau ins Visier. Strahlungsausbrüche können in Echtzeit detektiert und Warnmeldungen generiert werden. Mehrere Teleskope beobachten auf der Kanzelhöhe den Fixstern mittels Farbfilter in den verschiedenen optischen Spektralbereichen. Die Daten werden nicht nur an der Uni Graz, sondern auch von internationalen Forscherteams genutzt, um die Physik von Sonneneruptionen zu untersuchen und besser zu verstehen. (APA/red, derStandard.at, 23.10.2014)

  • Sonneneruption vom 19.10.2014. In den vergangenen Tagen wurden mehrere starke Ausbrüche gemessen.
    foto: apa/epa/nasa / solar dynamics ob

    Sonneneruption vom 19.10.2014. In den vergangenen Tagen wurden mehrere starke Ausbrüche gemessen.

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