DM erzielt Umsatzrekord 

23. Oktober 2014, 14:22
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Auch die Töchter in Mittel- und Südosteuropa wuchsen kräftig, der Online-Shop wird gut angenommen

Wals - Die Drogeriemarktkette dm konnte im mit 30. September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr erneut einen Umsatzrekord erzielen: In Österreich legte dm um 5,1 Prozent auf 756 Mio. Euro zu. Man schließe damit nahtlos an die Entwicklung der vergangenen Jahre an, sagte Manfred Kühner, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, am Donnerstag bei der Bilanzpräsentation in der Zentrale in Wals.

"Unspektakulär wie immer", scherzte Kühner. Im Fünf-Jahres-Vergleich kletterte der Umsatz in Österreich um 26 Prozent. In Österreich hat das Unternehmen derzeit 384 Filialen - um vier mehr als im vergangenen Geschäftsjahr - und 6.026 Mitarbeiter. Fünf Jahre zuvor hatte dm knapp 5.400 Menschen beschäftigt.

Zum Teilkonzern Österreich/CEE gehören die Töchtergesellschaften in Mittel- und Südosteuropa. In den zehn Auslandsmärkten erzielte dm ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von sechs Prozent auf 1,166 Mrd. Euro. Es wurden 25 neue Filialen eröffnet. In Mittel- und Südosteuropa verfügt dm damit über 1.058 Standorte und beschäftigt 9.620 Mitarbeiter. Der Teilkonzern Österreich/CEE kommt damit 2013/14 auf 1,922 Mrd. Euro Umsatz (2012/13: 1,848 Mrd. Euro), die gesamte dm Gruppe (mit Deutschland) auf 8,322 Mrd. Euro (2012/13: 7,690 Mrd. Euro).

Modernisierung

In Österreich wurden 29,1 Mio. Euro in die Modernisierung von Filialen sowie neue Standorte investiert, in den Töchtern waren es 62,5 Mio. Euro. "Im Schnitt werden die Filialen alle sieben bis acht Jahre erneuert", sagte Kühner. Das Sortiment ist größer geworden. Rund 700 Produkte - unter anderem Arzneitees und normalerweise nur über Apotheken erhältliche Kosmetik - sind neu. In großen Filialen setzt dm zudem auf Baby- und Kleinkinderbekleidung. "Diese Nische ist in Deutschland sehr erfolgreich", sieht Kühner gute Chancen für dieses Segment.

In Österreich hat sich dm mit 190 Friseur- und 116 Kosmetikstudios zum Branchenriesen emporgearbeitet. Die Verknüpfung von Dienstleistung und Handel sei ein österreichisches Spezifikum, sagte Martin Engelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung. Erstmals wurde eine eigene Kollektion an Frisuren- und Make-up-Trends für dm vorgestellt. Der Bereich Dienstleistung mache mittlerweile zwölf Prozent des Umsatzes aus, berichtete Engelmann.

Zufrieden sind die Manager mit der Entwicklung des vor einem Jahr gestarteten Online-Shops. Rund 300.000 Kunden würden diesen Bereich - eine Kombination aus Magazin und Shop - monatlich nützen.

Die Expansion in neue Märkte will dm fortsetzen. Konkrete Projekte gebe es derzeit aber nicht. "Wir beobachten das Umfeld jener Länder, in denen wir schon tätig sind, sehr genau", sagte Engelmann. Zuletzt war dm in 2012 in Mazedonien eingestiegen. Mittlerweile gibt es dort sieben Filialen. (APA, 23.10.2014)

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