Abdullah-Zentrum: Faymann schaltet Verfassungsdienst ein

23. Oktober 2014, 14:03
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Aberkennung von Privilegien soll geprüft werden

Wien - Nach dem Wirbel um das König-Abdullah-Zentrum für Dialog in Wien schaltet Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) nun den Verfassungsdienst des Kanzleramts ein. Dieser solle unter anderem prüfen, ob dem Zentrum der Sonderstatus als internationale Organisation mit weitreichenden Privilegien aberkannt werden soll, berichtete das Ö1-"Mittagsjournal" am Donnerstag.

Auch Außenministerium soll Verträge prüfen

Wie berichtet genießt das Zentrum zahlreiche Vorteile. Die Mitarbeiter sind vor dem Gesetz immun und müssen keine Steuern zahlen, die Räumlichkeiten sind exterritoriales Gebiet – vergleichbar mit den Vereinten Nationen. Zuletzt sorgte die stellvertretende Generalsekretärin des Dialogzentrums, Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, mit Äußerungen über Hinrichtungen und Bekleidungszwänge in Saudi-Arabien für Aufregung.

Im Kanzleramt wurde betont, dass sich auch das Außenministerium die Verträge über das Abdullah-Zentrum ansehen werde. (red, derStandard.at, 23.10.2014)

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