Gebühren-TV länger als sieben Tage auf Abruf

23. Oktober 2014, 12:39
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Deutsche Ministerpräsidenten einigen sich auf Lockerung

Sieben Tage nach Ausstrahlung dürfen ARD und ZDF ihre Sendungen online zum Abruf anbieten. An dieser Regel orientiert sich - mit wenigen Ausnahmen - das ORF-Gesetz. Die für Medien zuständigen deutschen Ministerpräsidenten wollen diese Regeln lockern.

"Wir würden gerne auf die Sieben-Tage-Frist verzichten", erklärte Malu Dreyer (SPD) nach der jüngsten Tagung der Regierungschefs vorige Woche. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz koordiniert die Medienpolitik der deutschen Bundesländer.

Als Nächstes wollten sich die Ministerpräsidenten in der Frage einerseits mit der EU-Kommission abstimmen - die Regel kam wie später in Österreich nach einem EU-Wettbewerbsverfahren über die Rundfunkgebühren in die Rechtsvorschriften der Gebührenfunker. Andererseits mit den Verlegerverbänden, berichtet Horizont.net. Der Kölner Stadt-Anzeiger zitierte dazu ein Mitglied des deutschen Zeitungsverlegerverbands mit: "Die Sieben-Tage-Regelung war für die Zeitungsverleger zu keinem Zeitpunkt ein Problem."

Die Rundfunkkommission der Länder soll nun eine "zeitgemäße" Regelung für solche Onlineangebote ausarbeiten. (red, derStandard.at 23.10.2014)

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