Japans neuer Handelsminister bereits unter Druck

23. Oktober 2014, 07:50
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Eine Yoichi Miyazawa nahestehende Gruppe gab Geld in einem SM-Lokal aus

Tokio - Auch nach dem Rücktritt zweier Ministerinnen kommt die japanische Regierung nicht zur Ruhe. Der neue Wirtschaftsminister Yoichi Miyazawa räumte am Donnerstag - zwei Tage nach Amtsantritt - ein, eine ihm nahestehende politische Gruppe habe umgerechnet 135 Euro in einer Sado-Maso-Bar in seinem Wahlbezirk in Hiroshima ausgegeben. Er habe davon aus den Nachrichten erfahren, erklärte der 64-Jährige.

"Es ist wahr, dass diese Ausgaben gemacht wurden", sagte Miyazawa zu Reportern. "Aber ich selbst war jedenfalls nicht dort. Auch das ist die Wahrheit."

Nach zwei Rücktritten

Miyazawa hatte das Ministeramt am Dienstag übernommen, nachdem seine Vorgängerin Yuko Obuchi überraschend zurückgetreten war. Sie zog die Konsequenzen aus Vorwürfen, es habe finanzielle Unregelmäßigkeiten bei ihr nahestehenden politischen Gruppen gegeben.

Kurz nach Obuchi legte auch Justizministerin Midori Matsushima ihr Amt nieder. Sie stolperte über mutmaßliche Verstöße gegen das Wahlgesetz. (APA, 23.10.2014)

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