Dutzende französische Abgeordnete im Konflikt mit Finanzamt

23. Oktober 2014, 06:09
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Transparenzbehörde rügt Veröffentlichung von "Canard Enchaine"

Paris - In Frankreich haben einem Medienbericht zufolge Dutzende Volksvertreter Probleme mit dem Finanzamt. Etwa 60 der insgesamt 925 Abgeordneten und Senatoren seien von der Steuerbehörde aufgefordert worden, Unregelmäßigkeiten aufzuklären, berichtete die satirische Wochenzeitung "Le Canard Enchaine" am Mittwoch.

Die Vorwürfe reichten demnach von "kleinen Widersprüchen bis zu größeren Steuerberichtigungen", schrieb das auch für seine investigativen Recherchen bekannte Blatt. Demnach könnte die Anzahl der Beschuldigten nach der Aufklärung der Vorwürfe auf "eine Handvoll" tatsächlicher Steuersünder sinken.

Vermögenswerte

Angestoßen wurden die Ermittlungen der Steuerbehörde offenbar durch ein 2013 verabschiedetes Gesetz, dass die Abgeordneten verpflichtet, ihre Vermögenswerte offenzulegen. Beaufsichtigt werden diese Selbstauskünfte von der Hohen Behörde für die Transparenz des öffentlichen Lebens. Behördenleiter Jean-Louis Nadal kritisierte am Mittwoch in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AFP, es seien nicht-vollständige Informationen veröffentlicht worden. Diese seien geeignet, "ungesunde Verdächtigungen" gegen Abgeordnete und Parlamentarier anzuregen. (APA/AFP, 23.10.2014)

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