Militär: Weitere Abu-Sayyaf-Geiseln nicht akut bedroht

22. Oktober 2014, 16:58
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Terrorgruppe soll nach Freilassung von zwei Deutschen noch 15 weitere Menschen festhalten

Manila - Nach der Freilassung zweier Deutscher befinden sich laut philippinischen Armee- und Polizeiberichten 15 weitere Geiseln in der Hand der Terrorgruppe Abu Sayyaf. Trotz fortwährender Gefangenschaft seien sie in "einigermaßen" guter Verfassung, sagte der philippinische Präsident Benigno Aquino am Mittwoch.

Nach Geheimdienstinformationen sind die Geiseln keiner Gefahr ausgesetzt - anders als noch vor kurzem die Deutschen, mit deren Tod die Miliz gedroht hatte. "Mit Blick auf die anderen Geiseln gehen wir davon aus, dass sie bei einigermaßen guter Gesundheit sind. Wir beobachten sie", sagte Aquino.

Schweizer und Niederländer

Den Berichten zufolge sind ein Schweizer und ein niederländischer Staatsbürger seit Februar 2012 in Gefangenschaft der islamistischen Miliz. Zudem befänden sich zwei Malaysier, ein Japaner, vier Chinesen und sechs Philippiner in ihrer Gewalt.

Die zwei vergangene Woche freigekommenen deutschen Geiseln kamen am Mittwoch in ihrer Heimat an. Der 72-Jährige und seine 55 Jahre alte Partnerin befanden sich sechs Monate lang in der Hand der islamistischen Gruppe. Nach Angaben der Kidnapper wurde für die Freilassung eine Millionensumme gezahlt. Das Auswärtige Amt hatte eine mögliche Lösegeldzahlung nicht kommentiert. (APA, 22.10.2014)

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