"Resident Evil"-Schöpfer: "Würde Frauen nie als Objekte verwenden"

23. Oktober 2014, 09:50
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Shinji Mikami kritisiert die Objektifizierung von Frauen in manchen Videospielen

Der Japaner Shinji Mikami, Erfinder der "Resident Evil"-Reihe und Macher von "The Evil Within", hat die Darstellung von Frauen in einigen Videospielen kritisiert. Wenn er weibliche Figuren in das Spiel einbringe, dann niemals als Objekte, sagt er dem Guardian.

"Ich weiß nicht, ob ich weiblichen Charakteren mehr Beachtung schenke, aber wenn ich sie einbringe, dann niemals als Objekte", so Mikami.

Lächerliche Brust-Physik

Es gebe allerdings Games, da sei dies ganz anders. "In manchen Spielen sind sie unbedeutende Charaktere mit lächerlicher Brust-Physik. Ich vermeide diese Art von offensichtlicher Sexualisierung." Er erfinde selber nur weibliche Figuren, die im Laufe des Spiels entweder ihre Eigenständigkeit entdecken, oder diese behaupten müssen.

"Ich mag auch keine weiblichen Charaktere, die sich männlichen Charakteren unterwerfen oder der Situation, in der sie sich befinden. Ich portraitiere Frauen nicht in dieser Weise. Ich schreibe weibliche Rollen, die im Laufe des Spiels ihre Unabhängigkeit entdecken oder sich über ihre Unabhängigkeit schon im Klaren sind, aber in dieser Hinsicht mit einer Reihe von Herausforderungen auf die Probe gestellt werden."

Negativ-Beispiel Rebecca Chambers

Allerdings gesteht er auch Fehler ein, die er in der Vergangenheit gemacht habe. Insbesondere Rebeccca Chambers, das einst jüngste Mitglied des "STARS Bravo Team" des Raccoon Police Department in "Resident Evil", sei zu unterwürfig und unselbständig. Er habe sie nicht in das Spiel integrieren wollen, doch die anderen Entwickler bestanden darauf. In Japan sei Chambers eine ziemlich populäre Figur der Reihe. (gpi/zw, derStandard.at, 23.10.2014)

  • Rebecca Chambers ist Shinji Mikami zu unterwürfig.
    foto: resident evil

    Rebecca Chambers ist Shinji Mikami zu unterwürfig.

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