Schimmelpilz beschäftigt das Bundesheer

22. Oktober 2014, 21:10
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Verdächtiger Stamm in den Dieselreservoirs der Kasernen aufgetaucht

Wien - Zwanzig Prozent Treibstoff muss die Truppe seit dem Frühjahr beim Sprit einsparen – und jetzt hat sich in den rund sechzig Tankstellen des finanziell gebeutelten Bundesheeres offenbar auch noch ein Schimmelpilz breitgemacht. Jedenfalls stellte das Amt für Wehrtechnik in den Dieselreservoirs für die Kasernen vor kurzem verdächtig hohe Werte von einem Stamm fest.

Ob sich der lästige Pilz gerade wegen der halbleeren Tanks besonders gut ausgebreitet hat, konnte bis dato noch nicht eruiert werden. Aber: Die konsultierten Experten bei der Mineralölverwaltung gaben nach einer ersten Stichprobe in Niederösterreich bereits Entwarnung. Sie stellten dort "eine unbedenkliche Gesamtkeimzahl im Ausmaß von 500 pro Liter" fest – und erst ab einem Richtwert von 1000 wird es heikel für die Filter der Motoren.

Trotzdem lässt das Bundesheer nun weitertesten. Vielleicht lag ja alles nur an den unterschiedlichen Messmethoden: Während die OMV ihre Probe von der Treibstoffoberfläche abgeschöpft hat, fanden die Wehrtechniker die erhöhten Pilzbestände im Schlamm am Boden der Tanks. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 22.10.2014)

  • In den Dieselreservoirs für die Kasernen wurden verdächtig hohe Werte von einem Pilz-Stamm festgestellt.
    foto: martin meissner

    In den Dieselreservoirs für die Kasernen wurden verdächtig hohe Werte von einem Pilz-Stamm festgestellt.

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