Windows 10: Microsoft baut Benachrichtigungszentrum ein

22. Oktober 2014, 10:37
9 Postings

Build 9860 - Neue Vorschau-Version beinhaltet rund 7.000 Änderungen

Der IT-Riese Microsoft hat angekündigt, bei der Entwicklung von Windows 10 viel Wert auf das Feedback der Nutzergemeinde zu hören und dafür das Windows Insider-Programm gestartet. Über dieses erhalten Interessierte Zugang zu frühen Versionen des Betriebssystems, das voraussichtlich im Herbst 2015 erscheinen wird.

Nun wurde erstmals eine neue Preview-Ausgabe bereit gestellt, die mit insgesamt rund 7.000 Änderungen aufwarten kann. Unter anderem hat Microsoft erstmals das Benachrichtigungszentrum eingepflegt.

Noch keine Interaktionsmöglichkeiten

Die Funktion war bereits in einem im September geleakten Video zu sehen, fehlte aber noch in der ersten veröffentlichten Ausgabe der Technical Preview von Windows 10. Aufrufbar ist die Leiste durch einen Klick auf einen Button in der Tray-Leiste am rechten unteren Desktop-Rand.

Gelistet werden dort etwa neu eingegangene E-Mails, Updates aus Skype-Konversationen, die nächsten Termine aus dem Kalender oder welche Apps zuletzt aus dem Windows Store installiert worden sind. Derzeit noch nicht implementiert sind Interaktionsmöglichkeiten wie das direkte Verfassen einer Antwort, diese sollen aber noch folgen.

Tastenkürzel für Desktopwechsel

Auch an anderen Ecken und Enden hat man Hand angelegt. So gibt es nun auf Wunsch vieler Nutzer eine Animation beim Wechsel zwischen den virtuellen Desktops, um selbigen deutlicher zu illustrieren, berichtet The Verge. Für das Umschalten gibt es nun außerdem das Tastaturkürzel Strg+Shift+Pfeiltaste.

Fortschritt mit Hindernissen

Als Resultat der Vorbereitung künftiger Änderungen bringt die neue Vorschauversion aber auch Einschränkungen mit sich. So ist es derzeit komplizierter, einem WLAN-Netzwerk beizutreten und Startmenü-Einträge können verschwinden. Dazu kann es auf manchen Geräten vorkommen, dass das System nach erstmaligen Aufwachen nicht mehr in den Ruhemodus gelangt. Ebenso funktionieren bei manchen Nutzern die mitgelieferten Spiele Solitaire und Mahjong nicht.

Windows 10-Tester können ab nun auswählen, in welcher Frequenz sie mit neuen Versionen versorgt werden wollen. Wer sich stets am "Bleeding Edge" befinden möchte, erhält öfters Aktualisierungen, muss aber damit rechnen, häufiger mit Fehlern konfrontiert zu werden. Wer es langsamer angeht, erhält Update-Hinweise nur für stabilere Ausgaben. (gpi, derStandard.at, 22.10.2014)

  • Neu dabei: Das Benachrichtigungszentrum.
    foto: microsoft

    Neu dabei: Das Benachrichtigungszentrum.

Share if you care.