Das beste Stück ... nachgefragt bei Dorothee Hartinger

27. Oktober 2014, 05:00
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Michael Hausenblas fragt die Burgschauspielerin Dorothee Hartinger, warum sie so viel mit dem Rad unterwegs ist

"Mein Fahrrad ist eigentlich ein stinknormales Rad, aber es ist mein Lasttier und mein gutes Reitpferd, auf dem ich jeden Tag unterwegs bin, egal welches Wetter herrscht. Einmal, es fiel gerade Schnee, hielt ein Autofahrer neben mir an, kurbelte das Fenster runter und schrie: 'Bist deppert?'

Mit dem Fahrrad transportiere ich so ziemlich alles, unter anderem mein Kind. Es ist ein grandioses Werkzeug für den Alltag, und ich lege viele Kilometer mit ihm zurück.

Außerdem probe ich im Wiener Arsenal, und da ist mit den Öffis nicht hinzukommen. Ohne mein Fahrrad fühle ich mich völlig amputiert.

Ich hatte vor fünf Jahren einen schweren Fahrradunfall, das Rad ist damals völlig kaputtgegangen, und ich bekam eine Schraube in den Knöchel. Mein jetziges Fahrrad ist das gleiche wie jenes von damals. Klar, als ich zum ersten Mal an der Unfallstelle vorbeikam, hatte ich schon ein wenig Herzklopfen." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 24.10.2014)

Dorothee Hartinger ist derzeit in mehreren Rollen zu sehen. Am 13. November feiert sie mit dem Stück "Bei Einbruch der Dunkelheit" von Peter Turrini im Burgtheater Premiere

  • "Ohne mein Fahrrad fühle ich mich völlig amputiert"
    foto: nathan murrell

    "Ohne mein Fahrrad fühle ich mich völlig amputiert"

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