Monica Lewinsky: "Erster Mensch, dessen Ruf online zerstört wurde"

22. Oktober 2014, 09:25
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Frühere Praktikantin des Weißen Hauses sprach auf Forbes-Event

Jahrelang war es still um Monica Lewinsky, bis sie sich im Sommer 2014 erstmals an die Medien wandte. Nun tritt die wohl bekannteste Ex-Praktikantin des Weißen Hauses offensiver auf. Auf dem "Under 30 Summit" des Forbes Magazins sprach sie darüber, wie das Internet ihren Ruf zerstört habe.

Reputation zerstört

1998 war sie durch ihre Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton schlagartig über Nacht bekannt geworden. Dem Präsidenten drohte ein Amtsenthebungsverfahren, Lewinsky wurde zum Gespött der Nation. "Ich war der erste Mensch, dessen Reputation komplett durch das Internet weltweit zerstört wurde", so US-Amerikanerin.

Hilfe für Betroffene

Soziale Medien wie Facebook habe es damals zwar noch nicht gegeben, aber Klatschseiten, auf denen über sich geschrieben wurde. Lewinsky sieht ihre Geschichte als den "ersten wirklichen Social-Media-Moment". Viele Personen hätten ihr danach zur Änderung ihres Namens geraten, das habe sie jedoch nicht gewollt. Nun möchte sie anderen Menschen, die Opfer von sogenanntem "Cyberbullying" geworden sind, helfen.

forbes

Und noch einen weiteren Schritt geht Lewsinky. Seit Montag hat sie ein Profil auf Twitter. Dass ihr Name auch nach 16 Jahren nicht in Vergessenheit geraten ist, zeigt das rege Interesse an ihrer Person. Obwohl sie erst drei Tweets veröffentlicht hat, folgen ihr bereits über 56.000 Personen. (red, derStandard.at, 21.2014)

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Forbes

  • Monica Lewinsky sprach öffentlich darüber, wie ihr Ruf im Internet zerstört worden war.
    foto: ap photo/philadelphia daily news, david maialetti

    Monica Lewinsky sprach öffentlich darüber, wie ihr Ruf im Internet zerstört worden war.

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