In Russland verfolgter Homosexueller erhielt Asyl in Argentinien

21. Oktober 2014, 11:53
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28-Jähriger in Heimatland gewaltsam angegriffen

Buenos Aires - Argentinien hat einem in Russland wegen seiner Homosexualität verfolgten Mann Asyl gewährt. Der 28-Jährige habe vom Nationalen Flüchtlingskomitee des Landes einen "Flüchtlingsstatus" bekommen, teilte die Argentinische Vereinigung für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) am Montag mit. Demnach floh der Mann bereits im vergangenen Jahr nach Argentinien.

Es gebe Beweise dafür, dass der junge Russe in seinem Heimatland wegen seiner sexuellen Orientierung gewaltsam angegriffen worden sei, erklärte die Organisation. "Schutz von Seiten des russischen Staates" gebe es für die LGBT-Bewegung in Russland nicht, beklagte die argentinische Menschenrechtsgruppe. Der 28-Jährige sei nun "sehr glücklich und erleichtert" über sein Asyl und überlege bereits, zu gegebener Zeit die argentinische Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Argentinien war 2010 das erste lateinamerikanische Land, das gleichgeschlechtliche Ehen erlaubte. In Russland sehen sich Homosexuelle hingegen häufigen Repressionen ausgesetzt. (APA, 21.10.2014)

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