Tester: Kindle Voyage bester, aber teuerster E-Reader

21. Oktober 2014, 11:35
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Amazons neuer E-Reader heimst vor allem für das Display viel Lob ein

Mitte September hat Amazon sein neues E-Reader-Flaggschiff, den Kindle Voyage, vorgestellt. Nun wurden die ersten Tests veröffentlicht. Die Rezensenten von heise, Engadget, Recode und Wired sind voll des Lobs für die Hardware des 6 Zoll große Lesegeräts, sparen aber nicht mit Kritik am hohen Preis.

Display

Wie beim Paperwhite ist auch das Display des Voyage so hintergrundbeleuchtet, dass es wie eine echte Buchseite wirkt. Das Glas, hinter dem das 300 dpi auflösende Display sitzt, ist stärker mattiert. Somit sei der neue Kindle auch bei Sonnenlicht gut lesbar. Das Display des Voyage sei im Vergleich zum Paperwhite heller und gleichmäßiger. Die Beleuchtung wird automatisch je nach Umgebungslicht geregelt. Mit der "Nachtlicht"-Funktion wird die Helligkeit beispielsweise mit der Zeit etwas verringert, wenn sich die Augen an die dunklere Umgebung gewöhnt haben. Die automatische Regulierung sei deutlich angenehmer bei längerem Lesen. Die Augen würden nicht so schnell ermüden.

Design

Das schlankere, leichtere Design wird als handlicher empfunden, der Voyage liege dadurch besser in der Hand. Positiv wird auch die überarbeitete Umblätter-Funktion vermerkt: mittels druckempfindlicher Tasten im Rahmen kann man vor- und zurückblättern. Die Druckstärke kann in den Einstellungen reguliert werden, so kann man die Daumen beim Lesen am Rahmen ruhen lassen ohne versehentlich umzublättern. Auf Wunsch geben die Tasten haptisches Feedback. Die Nutzung sei etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch intuitiv.

Sonstiges

Lob gibt es für die Performance: E-Books würden schnell geladen, Blättern funktioniere flüssig. Wenngleich nicht so schnell wie auf einem Tablet. Von Haus aus unterstützt der Kindle Voyage die Format Mobi, PDF und TXT, andere Dateien wie Office-Dokumente und HTML können auf Amazons Seite konvertiert werden. Bemängelt wird das Fehlen eines Speicherkartenschachts. Immerhin wurde der interne Speicher aber von 2 auf 4 GB erhöht. Auch, dass das Gehäuse nicht wasserdicht ist, wird negativ angemerkt. Positive Berichte gibt es zur langen Akkulaufzeit.

Preis

Kritisiert wird von den Testern der hohe Preis. Die WLAN-Version schlägt mit 190 Euro zu Buche, die UMTS-Version kommt auf 250 Euro. Dadurch sei der Kindle Voyage ein Luxusgut und keine Notwendigkeit. (red, derStandard.at, 21.10.2014)

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