Frankreich: Polizei setzte Tränengas gegen 300 Flüchtlinge ein

21. Oktober 2014, 11:00
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Flüchtlinge wollten in französischem Hafen auf Fähre nach England gelangen

Calais - In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais ist die Polizei mit Tränengas gegen mehr als 300 Flüchtlinge vorgegangen. Diese hätten am Montagnachmittag eine lange Schlange von Lastwagen gestürmt, die auf die Fähre nach England warteten, sagte ein Polizeivertreter.

Die Flüchtlinge wollten laut Polizei die Lkws erklimmen, um heimlich mit der Fähre nach England zu gelangen. Die Polizei habe versucht, die Menschen zu vertreiben. Dennoch sei es wohl einigen gelungen, sich an Bord eines Transporters zu verstecken.

In Calais kampieren nach Schätzung der Stadtverwaltung bis zu 1.500 Flüchtlinge in improvisierten Lagern. Sie suchen nach einer Gelegenheit, nach Großbritannien weiterzureisen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Sudan, Eritrea oder Syrien und könnten nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) in Frankreich Asyl beantragen. Viele Flüchtlinge wollten aber unter Verweis auf ihre in Großbritannien lebenden Verwandten nicht in Frankreich bleiben. (APA, 21.10.2014)

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