"Spiegel"-Führung: "Zeit"-Chef verhandelte, sagte aber wieder ab

21. Oktober 2014, 07:02
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Giovanni di Lorenzo sollte Wolfgang Büchner (wieder einmal) als Chefredakteur ablösen

Zählt noch jemand mit, wie oft "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gehandelt wurde für die Führung des "Spiegel", und wie oft er abgesagt, öffentlich und dokumentiert oder auch nur kolportiert? Einmal jedenfalls geht noch: Der Branchendienst Meedia.de berichtete in der Nacht auf Dienstag von ernsthaften Gesprächen, die inzwischen aber mit einer Absage geendet hätten.

Di Lorenzo wäre demnach für alle Gesellschafter infrage gekommen - die Mitarbeiter-KG hält 50,5 Prozent an der Mediengruppe, Gruner+Jahr 25,5 Prozent, die Erben von Gründer Rudolf Augstein 24,5 Prozent. Der von den Mitarbeitern inzwischen heftig bekämpfte, erst 2013 angetretene Wolfgang Büchner wäre womöglich in eine Managementfunktion gewechselt, wenn di Lorenzo die redaktionelle Führung übernommen hätte.

Aus der Ferne betrachtet, liest sich der Text zur Illustration (Chefredakteur Büchner vors nachtumwölkte Spiegel-Gebäude platziert) etwas überraschend. Er lautet: "Bad News für Wolfgang Büchner: Spiegel-Gesellschafter boten Giovanni di Lorenzo den Chefredakteursposten an – der lehnte dankend ab." (red, derStandard.at, 21.10.2014)

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