US-Model spielte Lockvogel für iCloud-Hacker

20. Oktober 2014, 13:16
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War zuvor erpresst worden – der Hacker konnte allerdings entwischen

Beinahe hätten US-Behörden einen Verdächtigen im sogenannten iCloud-Hack dingfest machen könnten: Ein Unbekannter hatte das US-Model Madison Louch kontaktiert und gedroht, Nacktfotos von ihr zu veröffentlichen, sollte sie ihm nicht 900 Dollar zahlen. Das Model akzeptierte die Erpressung, schaltete aber gleichzeitig die Behörden ein. Daten und Geld sollten – ganz altmodisch – an einem Übergabeort ausgetauscht werden, der von der Polizei umstellt wurde.

Hacker schickt Kurier

Dort tauchte allerdings eine andere Frau auf, die vom Hacker als Kurier engagiert worden war. Die Verdächtige gab zu, Instruktionen erhalten zu haben, denen zufolge sie einen bestimmten Geldbetrag von Louch abholen sollte. Laut DailyMail habe die Botin daraufhin mehrere Hinweise auf den Hacker gegeben. Er soll im kanadischen Vancouver leben.

Im Dunstkreis des iCloud-Hacks

Der Mann hatte von sich selbst behauptet, mehrfach in Nutzerkonten von Hollywood-Prominenten eingebrochen zu haben, um anschließend ihre Fotos zu verteilen. Dass er an Nacktfotos von Louch herankommen konnte, weise stark darauf hin, dass er zumindest eine große Rolle im iCloud-Hack gespielt habe, so die Behörden, die jetzt fieberhaft nach dem Mann fahnden. (fsc, derStandard.at, 20.10.2014)

Links:

DailyMail

  • Der iCloud-Hack erschütterte Hollywood
    foto: apa/dpa

    Der iCloud-Hack erschütterte Hollywood

  • Das junge US-Model sollte 900 Dollar bezahlen
    foto: reuters

    Das junge US-Model sollte 900 Dollar bezahlen

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