Jazenjuk: Gasstreit noch nicht beendet

20. Oktober 2014, 15:32
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Ukrainischer Premier: "Keinen Grund Putinn zu vertrauen"

Kiew - Im Gasstreit mit Russland rechnet der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk trotz jüngster Fortschritte mit weiterhin schwierigen Gesprächen. Russlands Präsident Wladimir Putin verzögere die Lösung mit immer neuen Forderungen. "Ich habe keinen Grund, Putin zu vertrauen", sagte Jazenjuk im ukrainischen Fernsehen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte eine Einigung mit Russland zumindest auf einen "Winterpreis" am Wochenende verkündet. Nun sei ein Abkommen nötig, sagte Jazenjuk. "Eine Vereinbarung braucht Unterschriften, derzeit gibt es nur Gespräche", sagte er.

Einheitliche Position

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat sich bei einem Besuch in Kiew für eine weitere Deeskalation eingesetzt. Oettinger habe bekräftigt, dass die EU zu einer raschen Lösung in dem Konflikt beitragen wolle, teilte das ukrainische Energieministerium am Montag nach einem Treffen des Kommissars mit Minister Juri Prodan mit.

Der russische Gazprom-Konzern bekräftigte, dass die Bezahlung von gut 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Mrd Euro) bis zum Jahresende durch die Ukraine weiter im Raum stehe. Es sei fraglich, ob das die finanziell angeschlagene Ex-Sowjetrepublik leisten könne. "Der Ball liegt im Feld der EU-Kommission", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller in Moskau. Die Ukraine ist wichtiges Transitland für russisches Gas in die EU. (APA, 20.10.2014)

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